zur Startseite
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Düsseldorf Düsseldorf, Grabbeplatz 4
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln
Depot 2
Köln, Schanzenstraße 6-20
Ausstellungen / Museum Wallraf-Richartz-Museum Köln Köln, Obenmarspforten
Ausstellungen / Museum Ludwig Museum Koblenz Koblenz, Esther-Bejarano-Str. 1
Ausstellungen / Ausstellung Stiftung Museum Kunstpalast
Mi, 8.2.2023, 11:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
Do, 9.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
Fr, 10.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellungseröffnung KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION
Fr, 10.2.2023, 19:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
Sa, 11.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
So, 12.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
Do, 16.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
Fr, 17.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
Sa, 18.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
So, 19.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Temporary Gallery, Zentrum für Zeitgenössische Kunst
So, 19.2.2023, 12:00 Uhr
Ausstellungen / Museum Ägyptisches Museum der Universität Bonn Bonn, Regina-Pacis-Weg 7
Ausstellungen / Museum StadtMuseum Bonn Bonn, Franziskanerstrasse 9
Ausstellungen / Galerie Galerie Hammelehle und Ahrens Köln Köln, An der Schanz 1a
Ausstellungen / Galerie Galerie Voss Düsseldorf Düsseldorf, Mühlengasse 3
Ausstellungen / Museum Kölnisches Stadtmuseum Köln, Zeughausstraße 1-3
Ausstellungen / Galerie Atelier art-MORO Monika Krautscheid-Bosse Neustadt-Wied, Kirchplatz 11
Ausstellungen / Ausstellung Künstlerforum Bonn Bonn, Hochstadenring 22 - 24
Ausstellungen / Ausstellung Kurfürstliches Gärtnerhaus Bonn, Betthovenplatz
Ausstellungen / Galerie Galerie Bernd A. Lausberg Düsseldorf, Hohenzollernstr. 30
Ausstellungen / Ausstellung Künstlerduo Siebrecht & Pempeit Iserlohn, Haus F
Ausstellungen / Galerie artclub Köln, Melchiorstr. 14
Ausstellungen / Galerie in focus Galerie Burkhard Arnold Köln, Hauptstr. 114
Ausstellungen / Galerie Galerie Iliev Köln, Hohe Pforte 9
Ausstellungen / Galerie Gallerie Flow Fine Art Leverkusen Hitdorf, Rheinstraße 54
Ausstellungen / Galerie Parrotta Contemporary Art Köln, Brüsselerstr. 21
Ausstellungen | Museum

Closed - But open!

Käthe Kollwitz Museum Köln

Die Museumsräume sind vorübergehend geschlossen Unser Museum soll grüner werden! Wegen der dazu notwendigen energetischen Baumaßnahmen bleibt das Käthe Kollwitz Museum Köln bis voraussichtlich Herbst 2023 geschlossen. Trotzdem sind wir weiterhin für Sie da! Wegen Bauarbeiten geöffnet! Ab 2. Februar 2023 heißen wir Sie im Raum für Neues willkommen: In unserer ›Museumswerkstatt‹ in der Neumarkt Passage, gegenüber vom Eiscafé Tentazioni, stellen wir Ihnen nach und nach vor, was wir während der Schließung hinter den Kulissen für Sie erarbeiten. Käthe Kollwitz erleben! ... ist das Motto, unter dem wir die Sammlungsausstellung dann neu präsentieren: Von einem virtuellen Atelier der Künstlerin über analoge und digitale Hintergrund-Informationen zu Leben und Werk von Käthe Kollwitz bis hin zu interaktiven Angeboten, die ihre künstlerischen Techniken nachvollziehen lassen. Aber nicht nur das: In unserer Werkstatt können Sie auch selbst aktiv werden! Wir laden Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein zu Workshops mit den unterschiedlichsten Themen und Techniken, veranstalten Talks und Vorträge und öffnen unseren Pop-up Museumsshop. Außerdem stellen wir Ihnen auf unserer Website und unseren Social-Media-Kanälen während des Schließungszeitraums immer wieder neue interessante Inhalte und abwechslungsreiche digitale Angebote zur Verfügung. Und auch analog werden wir an verschiedenen Stellen in Köln immer wieder überraschend präsent sein. Bleiben Sie gespannt!
Ausstellungen | Ausstellung

Between the Trees

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Der Baum hat eine fundamentale Bedeutung für den urbanen Raum und das Grün in der Stadt. So nimmt er eine zentrale Funktion bei der Kühlung des Stadtraums, der Regulation von Regenwasser, der Luftreinigung sowie der Verbesserung der mentalen und physischen Gesundheit von Stadtbewohner*innen ein. Genauso dient der Baum aber auch als Inspirationsquelle und Werkstoff für Design und Kunst. Die Ausstellung „Between the Trees“ bringt diese Aspekte zusammen und vermittelt am Beispiel von internationalen Projekten und Arbeiten aus den Bereichen Design und Kunst ein Bewusstsein für die essenzielle Lebensgrundlage, die Bäume im Stadtraum für Mensch und Tier darstellen. Konkret geht es darum, die Wertschätzung und Integration des Baums im urbanen Kontext bzw. im städtischen Raum zu erhöhen. Die ausgewählten Projekte und Arbeiten präsentieren den Baum als materielle, funktionelle und ästhetisch-formgebende Inspiration. Berücksichtigt sind Positionen aus den Bereichen konzeptionelles Design, Industriedesign, Kunsthandwerk und Bildende Kunst. Thematisch behandeln die Projekte Fragestellungen des Klimawandels, der Materialverfügbarkeit und -verwendung (Werkstoff Holz, Laub oder Alternativen), der Bionik, der Domestizierung der Natur und der Stadtplanung. Die ausgestellten Positionen aus Design und Kunst dienen als Medium zur Vermittlung drängender, z.T. immer noch abstrakter Fragen der Nachhaltigkeit, des Klima- und des Naturschutzes. Das Objekt Baum, stellvertretend für den Reichtum der Natur, schafft hierbei einen sinnlich und gestalterisch erlebbaren Zugang zum Thema. Die Ausstellung möchte emotionale und kulturelle Aspekte des Baums sowie dessen Bedeutung als Lebensform in der Natur und damit auch für das Leben auf der Erde sichtbar machen. Begleitend zur Ausstellung wird ein ambitioniertes Rahmenprogramm realisiert. Neben Vorträgen, Führungen und Workshops sind exklusive Sonderveranstaltungen im MAKK und dessen Umfeld geplant. Gefördert wird das Rahmenprogramm durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein Westfalen. Eine Aktion konzentriert sich auf das urbane Umfeld des MAKK und damit gleichzeitig auf die älteste innerstädtische Parkanlage am Kölner Kolpingplatz vom Ende des 19. Jahrhundert. Dort werden in die Bäume Preisschilder gehängt, die damit anschaulich über die Biodiversitätsleistung informieren, die jeder Baum täglich für uns erbringt. Eine Ausstellung des Museums für Angewandte Kunst Köln (MAKK) in Zusammenarbeit mit Ökorausch Think Tank e.V., gefördert von dem Königreich der Niederlande, der Overstolzengesellschaft, der Sparkasse KölnBonn, der Beatrix Lichtken Stiftung, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln (AWB).
Ausstellungen | Installation

Meta - Sleep

Schauspiel Köln - Depot 2

Premiere: 3.3.2023 »Nichts als Kunst und Mechanismus.«In Georg Büchners LEONCE UND LENA werden dem König und der Hofgesellschaft zwei »weltberühmte Automaten«, anstelle des Brautpaares Leonce und Lena, vorgeführt. Und doch – so werden sie angepriesen – handelt es sich um zwei Kreaturen, die sich vorzüglich in deren Gesellschaft integrieren ließen. Nach der vollzogenen Eheschließung werden aus den weltberühmten Automaten Leonce und Lena, zwei Königskinder, die der Vorherbestimmung einer arrangierten Ehe entgehen wollten – nur um sich dann inkognito über den Weg zu laufen, zu verlieben und erkennen zu müssen, dass weder ihr Fortlaufen noch ihre Verstellung etwas bewirken konnten: Ihr Schicksal hat sie eingeholt. Diesen Plot nutzt der Regisseur Robert Borgmann zum Ausgang seiner künstlerischen Recherche zu Künstlicher Intelligenz, Transhumanismus, Posthumanismus, Metastabilität, Determinismus, biologischem Schicksal, Überwindung des Menschen mithilfe von Technologie und Verdammnis. Regie, Raum & Komposition: Robert Borgmann Kostüme: Birgit Bungum Licht: Michael Frank Videodesign: Krzysztof Honowski Dramaturgie: Sibylle Dudek
Ausstellungen | Ausstellung

Ausgewählt 1 - Aspekte der Historischen Sammlungen

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

„Ausgewählt 1“ ist der Auftakt einer Ausstellungsreihe, die die Historischen Sammlungen des Museums für Angewandte Kunst Köln (MAKK) in den Fokus stellt. Diese umfassen alle Gattungen der Freien und Angewandten Kunst wie Möbel, Gold- und Silberarbeiten, Gemälde und Skulptur, Glas, Schmuck, Keramik, Mode und Textil sowie Grafik und Plakat. Der zeitliche Schwerpunkt der Sammlungen reicht vom Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert. Da dieser wichtige und gleichzeitig größte Sammlungskomplex wegen Sanierungen des Museumsbaus längerfristig geschlossen ist, gibt das MAKK bis zur Wiedereröffnung den Besucher*innen regelmäßig Einblicke in die Vielfalt der Sammlungen und beleuchtet dabei besondere inhaltliche Aspekte. Die hierzu initiierte Ausstellungsreihe ist ein Gemeinschaftsprojekt des mit der Neukonzeption der Historischen Schausammlungen befassten Museumsteams, das derzeit die eigenen Sammlungen intensiv erforscht und neu bewertet. Mit „Ausgewählt“, einer Reihe von Kabinettausstellungen mit ausdrücklich provisorischem Präsentationsformat, möchte das Team die während der Neukonzeption aufkommenden Fragen, Inspirationen, Ideen, Erkenntnissen oder auch Neuentdeckungen mit den Besucher*innen des MAKK teilen. Die Ausstellungsthemen der Reihe entwickeln sich aus der Arbeit mit den Historischen Sammlungen. Für die Auftaktausstellung wurde ein ganz persönlicher Zugang gewählt, indem alle sieben Teammitglieder jeweils fünf Objekte ausgewählt haben, die für sie aktuell spannende Aspekte der Sammlungen verdeutlichen.
Ausstellungen | Ausstellung

TRANSIT - Chorweiler x Kollwitz 

Käthe Kollwitz Museum Köln

Mitten im Kölner Stadtteil Chorweiler, in der Kreativwerkstatt Outline e.V., leben und erleben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Hip-Hop- und Graffiti-Kultur. Sie erheben auf diese Weise ihre Stimme, bringen sich ein und gestalten ihr Viertel. Die multimediale Installation TRANSIT – Chorweiler x Kollwitz zeigt Porträt-Fotografien der Jugendlichen von Damian Zimmermann sowie Graffiti, Texte und Musikvideos, die in der Kreativwerkstatt unter der Leitung von Puya Bagheri entstanden sind oder ihren Anfang genommen haben. Entworfen in den 1960er Jahren als Utopie des sozialen Wohnungsbaus, wird der Köln-Chorweiler heute meist als „Problem-Quartier“ wahrgenommen: Hohe Arbeitslosen- und Migranten-Quoten und eine Skyline aus häufig heruntergewirtschafteten Hochhäusern prägen das Klischee. Die Kreativwerkstatt Outline e.V. bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mitten im Zentrum von Chorweiler eine Anlaufstelle, wo sie gemeinsam ihre Hip-Hop- und Graffiti-Kultur leben und ihren Stadtteil kreativ mitgestalten können. Im Sommer 2022 hat der selbst aus Chorweiler stammende Kölner Fotograf Damian Zimmermann fast 50 Kinder und Jugendliche aus dem Umfeld von Outline getroffen und fotografiert. Entstanden sind ruhige Porträts von meist in sich gekehrten Menschen an Orten, die ihnen wichtig sind oder an denen sie sich gerne aufhalten, die aber möglichst nicht die gängigen Klischees, die man von dem Stadtteil hat, reproduzieren. Das Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert nun diese Porträts in einer multimedialen Installation u.a. mit Graffiti, Texten und Musikvideos der Jugendlichen aus der Kreativwerkstatt. Das Projekt schlägt den Bogen zum Werk von Käthe Kollwitz und ihrem Engagement für sozial benachteiligte Menschen und ist gleichzeitig der Auftakt für eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Outline e.V. und dem Käthe Kollwitz Museum Köln. Eine Ausstellung des Outline e.V. im Käthe Kollwitz Museum Köln, in Kooperation mit der Karl-Arnold-Stiftung e.V., gefördert durch die Bundeszentrale für Politische Bildung
Ausstellungen | Ausstellung

Die Kölner Kollwitz Sammlung

Käthe Kollwitz Museum Köln

Die weltweit umfangreichste Sammlung Der Bestand des Käthe Kollwitz Museum Köln umfasst inzwischen - nach mehr als 35 Jahren engagierter Sammeltätigkeit - neben dem kompletten plastischen Werk über 300 Zeichnungen und mehr als 550 druckgraphische Blätter sowie alle Plakate. Unter den Zeichnungen, die einen Schwerpunkt bilden, besitzt das Kölner Museum einige der ausdrucksvollsten Blätter - viele aus dem Spätwerk der Künstlerin, als sie sich vornehmlich mit dem Thema ›Tod‹ befasste. Aus dem Frühwerk sind drei der weniger als 10 erhaltenen Pastelle und die Kohlezeichnungen, die sie für die satirische Zeitschrift Simplicissimus anfertigte, in der Sammlung vertreten. Skizzenhafte Vorzeichnungen, die das Entstehen wichtiger druckgraphischer Blätter beleuchten, gehören ebenfalls zum Bestand. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entstehungsgeschichte des Zyklus »Bauernkrieg« (1901-1908) und der Folge »Krieg« (1921/1922). Rundgang durch die Sammlung  Bei diesem Einblick in die Sammlung auf unserer Internetseite stellen wir Ihnen die Werke der Künstlerin, sortiert nach ihren Themen, vor. Bitte beachten Sie, dass nicht alle gezeigten Werke jederzeit in der Ausstellung zu sehen sind! www.kollwitz.de/sammlung
Ausstellungen | Ausstellung

Kölner Design Preis

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Der Kölner Design Preis gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen für junge Absolvent*innen der Designstudiengängen Kölner Hochschulen. Die Ausstellung aller nominierten Abschlussarbeiten findet 2022 nach pandemiebedingter Pause erneut im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) statt. Teilnehmende Hochschulen in diesem Jahr sind: ecosign — Akademie für Gestaltung, KISD / Köln International School of Design, Hochschule Macromedia und Rheinische Fachhochschule Köln (RFH). Eine unabhängige Jury hat am 19. Oktober 2022 aus den nominierten Abschlussarbeiten vier Projekte prämiert. Dank der großzügigen Förderung durch KölnBusiness wird der 1. Preis mit 3.500 Euro, der 2. Preis mit 2.000 Euro und der 3. Preis, der in diesem Jahr zweimal vergeben wurde, mit jeweils 1.000 Euro dotiert.  Die Namen aller Preisträger*innen werden beim erst im Rahmen der Preisverleihung am 23.11. um 19 Uhr veröffentlicht.   Erstmals wird in diesem Jahr ein mit 500 Euro ausgestatteter Publikumspreis ausgelobt. Bei der Vernissage am 23. November (ab 19 Uhr) können Sie am offenen Voting teilnehmen und Ihr Lieblingsprojekt unter den nominierten Arbeiten asuwählen. Das Projekt mit den meisten Stimmen gewinnt.
Ausstellungen | Ausstellung

LOVE?

Rautenstrauch-Joest-Museum

Wie kann man in einem ethnologischen Museum über Liebe sprechen? Die Ausstellung hinterfragt die grundlegende Beziehung, die Liebe und Begehren mit verschiedenen Arten von Hegemonien wie z.B. Heteropatriarchat, Kolonialität oder Kapitalismus aufrechterhält. Wie kann Liebe zu einem politisierten Werkzeug werden, um Verwandtschaftssysteme und Beziehungen grundsätzlich zu überdenken? Die gezeigten künstlerischen und sozialen Interventionen zeigen Praktiken „radikaler Liebe“, die versuchen, neue Formen der Verwandtschaft und des Beisammenseins zusammenweben, um eine bessere, gerechtere und liebevollere Welt zu schaffen.
Ausstellungen | Ausstellung

Walde Huth. Ma­te­rial und Mode

Museum Ludwig

Das Mu­se­um Lud­wig er­hielt 2017 ei­nen Be­s­tand von über 250 Werken der Fo­to­grafin Walde Huth (1923–2011) zum Geschenk. Bekan­nt wurde sie vor allem für ihre Mod­eauf­nah­men der 1950er Haute Cou­ture in Paris und Flo­renz. Wer­beauf­nah­men für ei­nen Samt- oder Strumpfher­steller, auch für Mö­bel ergänzten ihr Port­fo­lio. Zur Farb­fo­to­gra­fie griff sie dabei an­fangs sel­ten, und das, ob­wohl sie durch ihre Tätigkeit in der En­twick­lungs­abteilung für Farb­fo­to­gra­fie der Ag­fa in Wolfen 1943 bis 1945 früh mit den tech­nischen Möglichkeit­en ver­traut ge­wor­den war. Wenn sie es aber tat, zele­bri­erte sie die Farbe regel­recht. Wer die charak­ter­s­tarke Köl­nerin ge­gen Ende ihres Lebens noch be­suchen durfte, berichtet oft von dem Chaos, das in ihr­er Woh­nung herrschte. Auch ihre Bilder waren Teil des Chaos. In einem In­ter­view äußerte Walde Huth ein­mal: "Ich liebe halt eher Im­pro­visiertes und nicht so Per­fektes, Ster­iles. So glatte Ga­le­rien, wo die Fo­to­gra­fien so ge­hängt wer­den, das mag ich gar nicht. So kann ein Bild nicht wirken." Diese Präsen­ta­tion will eine be­hut­same An­näherung an Walde Huth aus dem Be­s­tand der Neuer­wer­bun­gen sein. Ku­ra­torin: Miri­am Szwast
Ausstellungen | Ausstellung

Wolf­gang-Hahn-Preis 2022. Frank Bowl­ing

Museum Ludwig

Frank Bowl­ing (*1934 in Bar­ti­ca, Guya­na) wird mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis 2022 der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig Köln e.V. aus­gezeich­net. Die Preisver­lei­hung fin­d­et am 15. Novem­ber 2022 um 18.30h statt, am Vor­abend der Art Cologne 2022. Die Entschei­dung traf die Ju­ry aus Zoé Whit­ley, Di­rek­torin der Chisen­hale Gallery in Lon­don und den Vor­s­tands­mit­glied­ern der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst – Mayen Beck­mann (Vor­s­tands-vor­sitzende), Gabriele Bi­er­baum, Sabine Du­Mont Schütte, Yil­maz Dziewior (Di­rek­tor des Mu­se­um Lud­wig), Jörg En­gels (Schatzmeis­ter) und Robert Müller-Grünow. Zoé Whit­ley sagt als Gastjurorin über die Wahl des Wolf­gang-Hahn-Preisträgers 2022: „Zu Frank Bowl­in­gs Gemäl­den und kun­stkri­tischen Schriften lässt sich ohne Übertrei­bung sa­gen, dass sie die Möglichkeit­en des Malens neu abgesteckt haben. Mit ihm wird eine entschlossene und einzi­gartig erfin­d­erische Per­sön­lichkeit in der Geschichte des ab­s­trak­ten Malens gewürdigt. Bowl­in­gs Werk, das seine Lebens­er­fahrun­gen in Guya­na, Großbri­tan­nien und den USA ein­sch­ließt, hält Geschicht­en in Farbpig­men­ten, Wachs und Mal­gel fest. Er ver­fügt über ein un­ver­gleich­lich­es Ge­spür für Far­big- und Stof­flichkeit. Bowl­ing hält sich im Ate­li­er an Regeln, die er selbst aufgestellt hat, und bricht sie dann doch – mit ein­er Rei­he völ­lig neuer Regeln und Bes­tim­mungs­größen für die Bildebene. Er set­zt eine kom­plexe ge­dan­k­liche Op­er­a­tion auf der Lein­wand um und ant­wortet mit ihr in stets dy­namisch­er Weise auf eine lange Mal­tra­di­tion.“
Ausstellungen | Ausstellung

Susanna Taras.
Blumen, Flowers, Fleurs

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Wie ein belebendes Elixier gegen die oft triste und dunkle Herbst- und Winterzeit wirkt die Ausstellung „Blumen, Flowers, Fleurs“ der Künstlerin Susanna Taras, die das MAKK ab 22. Oktober in einen farbenprächtigen Blumengarten verwandelt. Susanna Taras lebt und arbeitet in Potsdam. Nach dem Studium der Malerei in Stuttgart und der Kunstgeschichte in München, Tübingen und Stuttgart absolvierte sie Stipendien der Kunststiftung Baden-Württemberg und der Cité Internationale des Art, Paris. Darüber hinaus wurde sie mit Preisen ausgezeichnet, wie dem Staatspreis des Landes Baden-Württemberg. Seit 1992 sind die Werke der Künstlerin national und international in Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. In ihren Arbeiten beschäftigt sich Susanna Taras mit floraler Ornamentik, pflanzlicher Formensprache und der Wirkung von Materialien. Beispielhaft gilt dies für die Werkgruppe „Wallflowers“, die die Künstlerin selbst als „Malerei mit Wolle“ bezeichnet. Der Schaffensprozess von „Wallflowers“ entspricht dem eines Malaktes. Nur benutzt Susanna Taras statt Pinsel und Farbpalette speziell eingefärbte Wollfäden, die sie in einer Art des Teppichknüpfens in die Leinwand bringt. Das Ergebnis sind großformatige textile Blumenreliefs, deren plastische und stoffliche Wirkung durch einen Wollflor erzeugt werden. Mittels dieser spezifischen Arbeitsweise hat Susanna Taras einen eignen künstlerischen Weg gefunden, um Malerei plastisch umzusetzen und gleichzeitig Elemente der Malerei, Bildhauerei und Textilkunst zu verbinden. Mit „Blumen, Flowers, Fleurs“ präsentiert uns Susanna Taras einen künstlerisch gestalteten Garten ganz nach ihren eigenen Vorstellungen. Uns erwartet ein Meer aus botanisch teilweise exakt zu bestimmenden Blumen und Blüten: Rosen, Stiefmütterchen, Lilien, Nelken, Tulpen, Veilchen, Vergissmeinnicht, Orchideen, Winden, Malven, Wicken, Krokusse und Päonien. Jahreszeitenunabhängig erleben wir die Schönheit und Besonderheit jeder einzelnen Pflanze im Stadium ihrer größten Blütenentfaltung. Diese Gleichzeitigkeit der Blütenpracht ist einzigartig, da wir sie vielleicht in einem botanischen Lehrbuch erfahren können, aber niemals in der Natur. Auch in der Maßstäblichkeit und Farbigkeit bricht Susanna Taras mit der Wirklichkeit. Sie entlehnt die floralen Motive zwar der Pflanzenwelt, überträgt sie aber überlebensgroß in leuchtenden, fast grellen Farben in ein neues Umfeld. Die Natur wird damit entfremdet und gleichzeitig idealisiert. Susanna Taras komponiert mit ihren „Wallflowers“ poetische Räume und ermöglicht uns einen neuen Zugang zur Schönheit und Einzigartigkeit der Natur. Sie präsentiert den Besucher*innen der Ausstellung ihre eigene artifizielle Faszination der Natur, die sich zwischen Natürlichkeit, Kunst und Künstlichkeit bewegt. Wir erleben die Schönheit der Blumen, ihre überbordende Fülle und verschwenderische Farbenpracht als „strahlende Ikonen des Lebens“.
Ausstellungen | Ausstellung

HI­ER & JETZT im Mu­se­um Lud­wig. An­tikolo­niale Ein­griffe

Museum Ludwig

Das achte Pro­jekt der Auss­tel­lungs­rei­he „HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig“ un­tern­immt ei­nen an­tiko­lo­nialen Streifzug durch die ständige Samm­lung. Zusam­men mit den Kün­stler*in­nen Daniela Or­tiz (*1985 in Pe­ru), Pau­la Baeza Pail­amil­la (*1988 in Chile), sowie Pa­lo­ma Ay­ala (*1980 in Mexiko) und Páv­el Agui­lar (*1989 in Hon­duras) schauen wir mit kri­tisch-neugierigem Blick auf kün­st­lerische Po­si­tio­nen aus Latei­nameri­ka. Welche latei­namerikanischen Kün­stler*in­nen fin­d­et man in der Samm­lung? Wie re­pro­duzieren Kün­stler*in­nen der Klas­sischen Mod­erne – al­so in der Regel aus Eu­ro­pa – den ex­o­tisieren­den Blick auf den globalen Sü­den? Welche Werke gilt es kri­tisch zu hin­ter­fra­gen, welche bi­eten Ge­gen­mod­elle an? Ku­ra­torin: Joanne Ro­driguez
Ausstellungen | Ausstellung

40 Jahre laif

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Zum 40-jährigen Bestehen der Kölner Fotoagentur laif zeigt die Ausstellung 40 Positionen dokumentarischer und journalistischer Fotografie von 1981 bis 2021. Die von Kurator Peter Bialobrzeski, gemeinsam mit Peter Bitzer und Manfred Linke ausgewählten Fotograf*innen reflektieren in ihren Arbeiten die Welt anhand ihrer Konflikte und Bruchlinien, zeigen aber auch wie Kunst und Solidarität Menschen verbinden. Darüber hinaus spiegeln die Arbeiten die ästhetische Entwicklung der Dokumentarfotografie von den 1980er Jahren bis heute wider. Anhand der von der Berliner Gestalterin Sarah Fricke entwickelten Präsentation werden 40 Jahre Zeitgeschichte lebendig. „Thematisierten die Fotograf*innen der ersten Stunde die Proteste gegen Kernkraft, Aufrüstung und Flughafenerweiterungen noch klassisch, schwarz-weiß und sehr dicht am Geschehen, gerät in den 1990er Jahren, analog zu den technischen Reproduktionsmöglichkeiten der Presse, die Farbfotografie in den Vordergrund”, so Peter Bialobrzeski. Die Ausstellung, chronologisch aufbereitet, wird eingeleitet von den Arbeiten zweier Mitbegründer der Agentur, Manfred Linke und Günter Beer, gefolgt von künstlerisch-dokumentarischen Bild-Textarbeiten zu Menschen an der Berliner Mauer von Bettina Flitner (1990). Katharina Bosse portraitiert in ihrer Arbeit „Surface Tension" oft Frauen weltweit (1997), während Michael Lange eine experimentelle Arbeit über Los Angeles präsentiert, fotografiert auf schwarz-weißem Polaroid Dia-Film, die als Hommage an den „Film Noir" gelesen werden kann (1999). Henrik Spohler dokumentiert in „The Third Day“ kühl, distanziert, mit hoher bildnerischer Qualität, wie heute die Agrarindustrie Lebensmittel weltweit anbaut (2012). Sandra Hoyn besucht ein Bordell in Bangladesch und nimmt Anteil am Schicksal der Frauen und Mädchen dort (2015). Am Ende schließt sich der Kreis und die Fotograf*innen richten ihren Blick wieder auf Deutschland. Hannes Jung liefert eine Reportage über die Neue Rechte mit fast demagogischer Wirkung (2017), während Andreas Herzau seine Langzeitarbeit über Kanzlerin Merkel in subjektiv kombinierten Bildausschnitten 2018 erstmals komplett als Buch vorlegt. David Klammer wird 2019 zu einem ständigen Chronisten des Widerstands gegen die Abholzung des Hambacher Waldes. 2020 schließlich fährt der junge Ingmar Björn Nolting kreuz und quer durch Deutschland und schafft ein einmaliges, zu Recht mehrfach preisgekröntes Zeugnis der Corona-Krise. Den Abschluss bildet das Jahr 2021 mit der Flutkatastrophe im Westen des Landes. „Die Positionen sind alle einem Jahr zwischen der Gründung von laif 1981 und heute zugeordnet. Sie sind entweder in dem jeweiligen Jahr entstanden, prominent veröffentlicht, ausgestellt worden oder gewannen einen wichtigen Preis. Sie repräsentieren, wofür die Agentur steht und bilden gleichzeitig die Vielfalt und die Entwicklung dokumentarischer und journalistischer Fotografie von 1981 bis 2021 ab", erklärt laif Geschäftsführerin Silke Frigge. Zu sehen sind Fotoserien von: Christian Als, Christoph Bangert, Theodor Barth, Günter Beer, Regina Bermes, Jürgen Bindrim, Peter Bialobrzeski, Jan-Peter Boening, Katharina Bosse, James Whitlow Delano, Barbara Dombrowski, Stephan Elleringmann, Norbert Enker, Maria Feck, Bettina Flitner, Peter Granser, Jan Grarup, Andreas Herzau, James Hill, Sandra Hoyn, Britta Jaschinski, Hannes Jung, David Klammer, Vincent Kohlbecher, Axel Krause, Dirk Krüll, Michael Lange, Paul Langrock, Frederic Lezmi, Manfred Linke, Kai Löffelbein, André Lützen, Ingmar Björn Nolting, Helena Schätzle, Henrik Spohler, Berthold Steinhilber, Andreas Teichmann, Wolfgang Volz, Gordon Welters und Michael Wolf. laif wurde 1981 als Kollektiv von den vier Fotografen Günter Beer, Jürgen Bindrim, Manfred Linke und Guenay Ulutuncok in der Kölner Südstadt gegründet. Mit Peter Bitzer trat etwas später eine Professionalisierung ein und die Umwandlung in eine Agentur, die den Fortbestand von laif sicherte. Mittlerweile vertritt die Fotoagentur laif mehr als 400 Fotograf*innen weltweit, darunter zahlreiche World Press- und Pulitzer-Preisträger*innen. Darüber hinaus repräsentiert sie mehr als 40 internationale Partneragenturen im deutschsprachigen Raum nicht zuletzt die Verlagssyndication der New York Times und der Société du Figaro. Um weiterhin unabhängig von äußeren Interessen arbeiten können, haben laif-Fotograf*innen eine Genossenschaft ins Leben gerufen, die seit dem 1. Juli 2022 neue Eigentümerin der Bildagentur ist. Die Publikation zur Ausstellung mit einer Einleitung von Anna Gripp, Fotografin und Chefredakteurin von „Photonews", ist zum Preis von 14,90 € bzw. 19,90 € mit Schmuckkarton im MAKK erhältlich.
Ausstellungen | Ausstellung

Grüne Mod­erne. Die neue Sicht auf Pflanzen

Museum Ludwig

Die Auss­tel­lung Grüne Mod­erne. Die neue Sicht auf Pflanzen führt zurück ins frühe 20. Jahrhun­dert und un­ter­sucht, wie in den Kün­sten nicht die Na­tur im großen Maßstab, son­dern das einzelne Gewächs be­trachtet wurde. Wal­ter Ben­jamins Text „Neues von Blu­men“ von 1928 ist Zeug­nis der sein­erzei­ti­gen vi­suellen und tech­nischen In­no­va­tio­nen: „Ob wir das Wach­sen ein­er Pflanze mit dem Zei­traf­fer besch­le­u­ni­gen oder ihre Ges­talt in vierzig­fach­er Ver­größerung zei­gen – in bei­den Fällen zischt an Stellen des Da­seins, von de­nen wir es am wenig­sten dacht­en, ein Geysir neuer Bilder­wel­ten auf.“ Die Fasz­i­na­tion Ben­jamins wurde von einem großen Pub­likum geteilt, das die Ki­nos füllte, als Das Blu­men­wun­der das Leben der Pflanzen ganz neu vor Au­gen führte. Dabei la­gen dem „Wun­der“ mit Zei­traf­fer ge­filmte Ex­per­i­mente mit dem er­sten kün­stlichen Dünger zu­grunde. Ku­ra­torin: Miri­am Szwast, be­r­at­en von Suzanne Pierre
Ausstellungen | Ausstellung

Raghu­bir Singh. Kolka­ta

Museum Ludwig

Der in­dische Fo­to­graf Raghu­bir Singh (1942– 1999) kehrte im­mer wied­er nach Kolka­ta (bis 2001 Kalkut­ta) zurück und er­stellte über die Jahre ein kom­plex­es und vielschichtiges Fo­to­porträt der Metropole. Aufgewach­sen in Jaipur, der Haupt­s­tadt des in­dischen Bun­dess­taates Ra­jasthan, be­suchte Singh Kolka­ta 1961 das er­ste Mal. In den frühen 1970er Jahren lebte er noch in Jaipur; da­nach ver­legte er sei­nen Lebens­mit­telpunkt nach Hongkong und Paris; später lebte er in Lon­don und New York. Vor allem in sei­nen Straße­nan­sicht­en verdichtet Singh die viel­fachen Ein­drücke Kolka­tas in far­blich und kom­pos­i­torisch beein­druck­en­den Fo­to­gra­fien. Die Far­bigkeit ist für Singh kennzeich­nend für Ge­o­gra­fie und Kul­tur In­di­ens. In sei­nen Fo­to­gra­fien wird mit ihr­er Hilfe die Aufmerk­samkeit über das ganze Bild verteilt, so­dass Vorder- und Hin­ter­grund häu­fig wie auf ein­er Ebene er­schei­nen. Die un­ter­schiedlichen his­torischen Zeitschicht­en sind auf diese Weise in der Fo­to­gra­fie gleicher­maßen verge­gen­wärtigt. Singhs Fo­to­gra­fien sind die Hom­mage eines Kos­mopo­liten an eine kos­mopoli­tische Stadt. Im Fo­to­raum präsen­tiert das Mu­se­um Lud­wig er­st­mals zwölf ein­drück­liche Fo­to­gra­fien aus der „Kalkut­ta“-Se­rie von Singh, die sich seit 2017 in sein­er Samm­lung befin­d­en. In der Präsen­ta­tion sind sie um fünf Fo­to­gra­fien von Hen­ri Carti­er-Bres­son ergänzt, die dies­er während sein­er In­di­en-Reise 1947 auf­nahm. Die Zi­tate aus der Ein­führung von R.P. Gup­ta zur Pub­lika­tion Cal­cut­ta. The Home and the Street von 1988 sowie aus Singhs ein­führen­dem Text zu Riv­er of Colour: The In­dia of Raghu­bir Singh von 1998 kom­men­tieren seine Auf­nah­men sowie die­jeni­gen Carti­er-Bres­sons und verdeut­lichen seine fo­to­gra­fische Hal­tung. Raghu­bir Singh be­gann in den 1960er Jahren als Fo­to­jour­nal­ist für in­dische und in­ter­na­tio­nale Pub­lika­tio­nen zu ar­beit­en wie Na­tio­n­al Ge­o­graph­ic, Life, Time und New York Times. Bere­its als Schulkind ent­deckte er Hen­ri Carti­er-Bres­sons Fo­to­buch Beau­ti­ful Jaipur. 1966 begeg­nete er Carti­er-Bres­son, der ei­nen wichti­gen Ein­fluss auf seine Ar­beitsweise hatte, er­st­mals per­sön­lich. Wie die­sem ging es auch Singh darum, die Mo­men­thaftigkeit des Au­gen­blicks mit kom­pos­i­torisch­er Strenge zu verbin­den. An­ders als sein Vor­bild entschied er sich aber sehr früh für die Farb­fo­to­gra­fie. In seinem grundle­gen­den Text „Riv­er of Colour: An In­dian View“ er­läutert Singh 1998, in­wieweit die Wertschätzung der Farbe in der in­dischen Äs­thetik und Kul­turgeschichte be­grün­det liegt und die Ableh­nung der Farb­fo­to­gra­fie als vul­gär (Walk­er Evans) im west­lichen Wertesys­tem ve­r­ank­ert ist. So verdeut­licht Singh, dass Rasa – der nicht in Worte zu fassende men­tale Zu­s­tand der Er­fül­lung bei der Be­trach­tung eines gelun­ge­nen Kunst­w­erkes - auf eine Kun­strezep­tion zielt, die sich wesentlich auf die Far­bigkeit und der damit as­soziierten Stim­mun­gen bezie­ht. Zu­gleich ste­he das Se­hen nicht wie in der west­lichen Tra­di­tion für eine dis­tanzierte Wahrneh­mung, son­dern für eine, bei der die Sen­su­al­ität des Tastsinns und Ge­meinsinns en­thal­ten ist. Es war nicht Singhs In­teresse, mit der Farb­fo­to­gra­fie ei­nen neuen Stil als Ant­wort auf die mod­er­nis­tische Fo­to­gra­fie eines Carti­er-Bres­son, An­dre Kertesz‘ oder auch Lee Fried­lan­der zu be­grün­den. Vielmehr wollte er die Fo­to­gra­fie aus in­disch­er Per­spek­tive prä­gen. „West­ern mod­er­nism in pho­tog­ra­phy will in time be broa­d­ened, by non-West­ern artists through a fine dis­re­gard of the philo­soph­i­cal stance of the West and of the re­lat­ed rules of the game”, so Singhs Überzeu­gung. In die­sem Sinne en­twick­elte Singh um 1980 eine fo­to­gra­fische Hal­tung, die die Merk­male der Street pho­tog­ra­phy, wie Sch­napp­schussäs­thetik und ungewöhn­liche Bil­daussch­nitte, einset­zte, ohne sich je­doch von den gewähl­ten Su­jets als „ent­fremdete und ver­wor­fene“ – so Singh – zu dis­tanzieren. Die In­ten­sität der Farb­fo­to­gra­fien von Singh beruht wesentlich auf sein­er Fähigkeit, der mod­er­nis­tischen Fo­to­gra­fie in die­sem Sinne eine neue Wen­dung zu geben. Singh nutzte den Aussch­nitt, um All­t­ags­si­t­u­a­tio­nen im öf­fentlichen Raum als verdichtete Ereig­nisse zu ver­mit­teln, wie zum Beispiel eine Au­sei­nan­derset­zung im Straßen­verkehr oder der Han­del vor der Börse. Auf ein­er Auf­nahme von Gläu­bi­gen, die das Dur­ga Pu­ja Fest im Kali Tem­pel Kom­plex feiern, ist ein Au­to zen­tral ins Bild ge­set­zt; es wird da­durch gleichbe­deu­tend mit der re­ligiösen Szene und nimmt ihr die Zeit­losigkeit. In der Auf­nahme eines Zi­garet­ten- und Tee­la­dens ent­ste­ht durch eine Tren­n­wand und ei­nen einge­zo­ge­nen Bo­den eine Bild-im Bild­kon­struk­tion, die zur ge­nauen Be­trach­tung der Fo­to­gra­fie her­aus­fordert. In vielen Fo­to­gra­fien bringt Singh Alt und Neu, Geschichte und Jet­ztzeit in ein span­nungsvolles Ver­hält­nis, so zum Beispiel in der Auf­nahme des In­nen­hofs eines herrschaftlichen Ge­bäudes, in der die alte kolo­niale Welt ko­rin­thisch­er Säulen und ein­er neok­las­sizis­tischen Venus­darstel­lung mit Rin­dern, Hüh­n­ern und Katze belebt ist. Die Fo­to­gra­fien der „Kalkut­ta“-Se­rie ver­mit­teln Singhs ge­naue Ken­nt­nis der Metropole und ihr­er lan­gen Geschichte, die von der so­ge­nan­n­ten ben­galischen Re­nais­sance geprägt war – ein­er Re­form­be­we­gung In­tellektueller An­fang des 19 Jahrhun­derts, die kul­turellen, sozialen und poli­tischen Wan­del ini­tiierten. Zu ih­nen ge­hörte der Dichter, Musik­er und Philo­soph Ra­bin­dra­nath Ta­gore, dem Singh in Fo­to­gra­fien wie dem ehe­ma­li­gen Musikz­im­mer im Hause der Gosh-Fam­i­lie Trib­ut zollt. Eine an­dere Fo­to­gra­fie zeigt zwei Hau­sangestellte, die ge­tren­nt von den an­deren Gästen einem Konz­ert von Ta­gore-Lied­ern lauschen. Von Singhs Porträts aus der „Kalkut­ta“-Se­rie ist eine Auf­nahme des Filme­mach­ers Satya­jit Ray aus­gestellt. Singh sah in dessen Fil­men ein Vor­bild für die gelun­gene Weit­er­en­twick­lung der Verbin­dung von Ost und West, wie sie bere­its in der ben­galischen Re­nais­sance an­gelegt war. Raghu­bir Singh hat 13 Fo­to­büch­er veröf­fentlicht und ist mit zahl­reichen Preisen aus­gezeich­net wor­den. Werke von Singh befin­d­en sich beispiel­sweise im Metropol­i­tan Mu­se­um of Art, Mu­se­um of Mod­ern Art und dem Art In­sti­tute Chica­go. Ku­ra­torin: Bar­bara En­gel­bach
Ausstellungen | Ausstellung

Yael Efrati, Asta Gröting, Monika Sosnowska:
City Limits

KUNSTHALLE DÜSSELDORF

In der Ausstellung City Limits werden die Werke von drei Künstlerinnen gezeigt: Yael Efrati (* 1978 in Israel), Asta Gröting (* 1961 in Deutschland) und Monika Sosnowska (* 1972 in Polen), die in der gleichen Generation, aber in sehr unterschiedlichen sozio-politischen Kontexten aufgewachsen sind. Während Gröting im wohlhabenden Nachkriegsdeutschland aufwuchs, wuchsen Sosnowska im kommunistischen Polen und Efrati in einer Familie osteuropäischer Einwanderer in Israel auf. Trotz ihrer kulturellen Unterschiede sind diese Künstlerinnen an ähnlichen künstlerischen Strategien interessiert, um architektonische Elemente zu erforschen und herauszufinden, wie sie unterschiedliche politische, soziale und historische Realitäten widerspiegeln. Ihre skulpturalen Arbeiten haben einen klaren historischen Hintergrund: von den Trümmern des Zweiten Weltkriegs über die Architektur der kommunistischen Ära in Sosnowskas Werk bis hin zur Entwurzelung von Menschen, die durch denselben Krieg und seine Folgen in Israel vertrieben wurden, in Efratis Werk. Die Ausstellung wird von November 2021 bis Februar 2022 im Zentrum für polnische Skulptur in Oronsko, Polen zu sehen sein, das zusammen mit dem Adam-Mickiewicz-Institut der Hauptproduzent der Ausstellung ist. Nach der Kunsthalle Düsseldorf ist im Jahr 2023 der nächste Präsentationsort das Bat Yam Museum of Art in Israel. Die Ausstellungen werden kuratiert von Sergio Edelsztein, ko-kuratiert von Joanna Kiliszek und in der Kunsthalle Düsseldorf mit Gregor Jansen und Alicia Holthausen. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Ausstellungen | Ausstellung

Conrad Schnitzler
„Manchmal artet es in Musik aus“

KUNSTHALLE DÜSSELDORF

Das Projekt Conrad Schnitzler – „Manchmal artet es in Musik aus“, bestehend aus Ausstellung und Festivalprogramm, hat sich eine künstlerische Bestandsaufnahme und Neubestimmung des umfangreichen Schaffens von Conrad Schnitzler (* 1937 in Düsseldorf, † 2011 in Berlin) zum Ziel gesetzt. In der Ausstellung werden die audiovisuellen Arbeiten des Bildhauers, Musikers, Komponisten, Video-, Performance- und Konzeptkünstlers zusammengetragen und im Seitenlichtsaal der Kunsthalle erfahrbar gemacht. Das Festivalprogramm lädt Weggefährt*innen und Nachfolger*innen des Künstlers ein, in die Räume der Kunsthalle zu intervenieren und sein Schaffen durch Gespräche, Installationen, Performances, Screenings und Konzerte zu kontextualisieren und zu reflektieren. Bis heute wird Schnitzler weltweit als ein Vorreiter der elektronischen Musik verehrt, obwohl er selbst gar keine Musik machen wollte und die kommerzielle Vermarktung seiner Arbeiten strikt ablehnte. So entwickelte sich um ihn herum ein lebendiges internationales Netzwerk, das die freie Zirkulation, Reproduktion und Wiederaufführung seiner Ton- und Bilderzeugnisse propagierte und realisierte. Das künstlerische Vermächtnis Schnitzlers soll nun gemeinsam mit der künstlerischen Gemeinschaft um Schnitzler herum erstmals institutionell gewürdigt werden. Beteiligte Künstler*innen: Conrad Schnitzler, Noemi Büchi, Cengiz Mengüç, Ken Montgomery, Ulrike Rosenbach, Wolfgang Seidel, Nika Son, Tolouse Low Trax, Keiko Yamamoto uvm. Die Ausstellung wird kuratiert von Stefan Schneider (Künstler/Musiker) und Linnea Semmerling (Stiftung IMAI – Inter Media Art Institute) mit Gregor Jansen und Alicia Holthausen (beide Kunsthalle Düsseldorf). Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Werkverzeichnis.
Ausstellungen | Ausstellung

Janis Löhrer. Catch me off guard

KUNSTHALLE DÜSSELDORF

Für MUR BRUT 24 gestaltet Janis Löhrer die Wand im Parkhaus der Kunsthalle Düsseldorf. Der Affekt des Schämens bzw. das Schamgefühl ist ein zutiefst menschliches Gefühl, das unter verschiedenen Vorzeichen und sich wandelnden Normen auch hie und da Neuerungen erfährt. Da es auf das Engste mit der (individuellen) Wahrnehmung und dem Sehsinn verknüpft ist, taucht es immer wieder als Gefühl oder Thema in der bildenden Kunst auf und adressiert dabei den sozialen Raum, der uns als Menschen innerhalb eines gesellschaftlichen Gefüges mitbestimmt. Scham und die dabei ausgelösten Gefühle sind Thema in zahlreichen Malereien von Janis Löhrer und tauchen auch als Thema und Motiv in dem auf Fliesen geschaffenen Wandbild für das Parkhaus der Kunsthalle auf. Dazu hat er, mit blauer Farbe und zartem Pinselstrich, nackte Figuren auf die Fliesen gemalt. In einem Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz wird den Betrachter*innen ein intimer Einblick in bildnerische Fragen nach homosexuellem Verlangen, Unerwartetem und Privatem im öffentlichen Raum gegeben. Was erleben wir beim Betrachten des Wandbildes, was fühlen wir beim Anblick der sich schämenden Figuren, die vielfach wiederholt sind? Womit ist Scham begründet? Und „[w]oher nimmt sie nur ihre Lebendigkeit her, die Scham?“ (Heinz Strunk: Fleckenteufel, 2009) Janis Löhrer hat von 2012 bis 2019 Freie Kunst/Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf und ist Mitbegründer des AURA Kunstraums in Düsseldorf-Flingern. Kuratiert von Katharina Bruns Die Ausstellung ist jeden Tag von 6 bis 23 Uhr geöffnet.
Ausstellungen | Ausstellung

Senga Nengudi

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

Am 21. August eröffnet die Austellung Senga Nengudi im Von der Heydt-Museum in Kooperation mit dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Die US-amerikanische Künstlerin Senga Nengudi (*1943, Chicago) studierte Anfang der 1960er Jahre in Los Angeles sowohl Tanz als auch Bildhauerei und führt in ihren Werken bis heute Bewegung und Skulptur auf überraschende Weise zusammen. Am 21.8., 25.9., 23.10., 27.11., 18.12. und 15.01. jeweils um 15 Uhr lädt Senga Nengudi Tänzerinnen der Company und eine Musikerin ein, sich in einer Improvisation intensiv und vollkommen frei mit den ungewöhnlichen Ausgangsmaterialien Ihrer Skulpturen auseinanderzusetzten.
Ausstellungen | Ausstellung

Syrien - Gegen das Vergessen

Rautenstrauch-Joest-Museum

Mit der Ausstellung begibt sich der syrische Kurator und Archäologie Jabbar Abdullah auf die Spuren des kulturellen Gedächtnisses Syriens. Er zeigt historische, syrische Artefakte aus deutschen Sammlungen – jetzt teils erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – im Dialog mit zeitgenössischen Positionen und syrischer Alltags- und Erinnerungskultur. Kalligraphien, Filmmaterial und 3D-Projektionen beleuchten die kulturelle Vergangenheit Syriens, seine jüngste Geschichte sowie das gegenwärtige Leben der Syrer*innen in und außerhalb Syriens. Die Ausstellung „Syrien - Gegen das Vergessen“ versteht sich als Teil eines postkolonialen Diskurses und stößt darüber hinaus einen Diskurs zum kulturellen, syrischen Gedächtnis an. Sie zeigt Besucher*innen den Nahen Osten aus außereuropäischer Perspektive und öffnet Syrer*innen einen Raum, sich ihrer ersten Heimat zu erinnern und diese Erinnerung zu teilen.

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.