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Aufführungen | Kabarett

Vorglühen

Tonhalle Düsseldorf

Benjamin von Stuckrad-Barre, Kabarett Marshall Ravestar aka Jan Delay, DJ Set Jonas Landerschier, Keyboard Jörg Sander, Guitar Lieven Brunckhorst, Saxofon, Flöte, Keyboard, Akkordeon Im kommenden Mai feiern große Teile des Landes Udo Lindenbergs 80. Geburtstag – wir haben schon mal damit angefangen: Nach zwei umgehend ausverkauften Shows in Hamburg können wir nun noch vier weitere Termine ankündigen. Benjamin von Stuckrad-Barre und Jan Delay werden an diesen vier kommenden »VORGLÜHEN«-Abenden fortfahren damit, uns alle einzustimmen auf die umfassenden Festivitäten zur Ehrung des besten und wichtigsten deutschsprachigen Songpoeten. Vorglühen also, ein Abend mit Liedern und Texten von Udo – und natürlich mit Texten über ihn. Stuckrad-Barre und Delay bereiteten sich, so sagten sie es bei der Premiere in Hamburg, im Grunde seit ihrer frühen Kindheit auf diese Shows vor: »Wir haben durch Udos Lieder und vor allem durch seine Texte sprechen, schreiben und singen gelernt. Und alles über die Liebe, die Nächte und das Feiern. Kurzum: das Leben.« Veranstalter: MSK Events GmbH
Aufführungen | Kabarett

Lisa Eckhart - Ich war mal wer

Tonhalle Düsseldorf

Ein harmloser Kinderwitz hat Lisa Eckhart um Haus und Hof, Familie und Fans gebracht. Sie hat nichts mehr zu verlieren. Nicht einmal den Verstand. Jetzt kann sie mehr denn je tun und sagen, was sie will. Sie muss es sogar. Denn auch ein schlechter Ruf verpflichtet. Veranstalter: Agentur Udo Lühr
Aufführungen | Schauspiel

Das Leiden Anderer betrachten

Schauspiel Köln

Ein Mann in weißem Hemd, die Ärmel hochgekrempelt, darüber ein lederner Patronengürtel. Er ist im Begriff, nach hinten über zu fallen; seine Knie im 90-Grad-Winkel, der rechte Arm ausgestreckt, das Gewehr entgleitet seinem Griff: „The Falling Soldier“ von Robert Capa aus dem Jahr 1936 im Spanischen Bürgerkrieg, angeblich aufgenommen im Augenblick des Todes. Anfangs waren Fotografien „eine Wiedergabe von etwas Realem, so unanfechtbar, wie es keine sprachliche Darstellung je sein konnte“, schrieb die US-amerikanische Autorin Susan Sontag in ihrem Essay DAS LEIDEN ANDERER BETRACHTEN (2003). Das Ideal der Kriegsfotografie ist es, das „wahre Gesicht“ des Krieges zu zeigen und Zeugnis abzulegen: So war es, das ist geschehen! Und heute, da durch KI hergestellte Bilder nahezu ununterscheidbar sind von echten Fotografien? Die international arbeitende Videokünstlerin und Regisseurin Ayla Pierrot Arendt geht der Manipulierbarkeit von Wirklichkeit nach. Mit dem Ensemble erzählt sie von Reisen durch die Krisenregionen unserer Zeit, die Kriegfotografinnen, Friedensaktivistinnen und Influencer festgehalten haben – auf der Suche nach der ganz realen Realness. Wie findet man heute so etwas wie Objektivität, wenn sie zwischen Fälschung und Wirklichkeit ständig auf dem Prüfstand steht? Wer macht und wer betrachtet die Bilder vom Leiden? Wozu dienen sie – und wem? Regie: Ayla Pierrot Arendt Bühne: Katharina Pia Schütz Kostüm: Clara Rosina Straßer Sounddesign: Filip Caranica Videoart: Jan Isaak Voges und Ayla Pierrot Arendt Lightdesign: Jürgen Kapitein Ton: Holger Brochhaus Dramaturgie: Viola Köster Mit Louisa Beck, Benjamin Höppner, Fabian Reichenbach und Evi Kehrstephan 1 h 0 min, keine Pause
Aufführungen | Musical

Das Chormusical "Bethlehem" - Sing mit!

Chormusicals der Stiftung Creative Kirche

So hast Du die Weihnachtsgeschichte noch nie erlebt! Tauche ein in die Vergangenheit und erlebe den Zauber von Weihnachten, begleitet von einem Mega-Chor aus 1.500-2.500 Sängerinnen und Sängern. Entdecke die Weihnachtsbotschaft in einer unvergleichlichen und einzigartigen Inszenierung. Zwischen Feuertonne und Stacheldraht entsteht Hoffnung: Verachtete Fremde begegnen Mitgefühl und Liebe, eine königliche Beraterin fasst den Mut, sich zu wehren, einfache Hirten erfahren Stärke durch ihren Glauben. Eine Geschichte, die das Herz berührt. In gemeinsamen Proben und im eigenen Chor werden sich die Sängerinnen und Sänger auf ihre Aufführung vorbereiten, bei der sie zusammen mit Musicalsolisten der Extraklasse und Band auf der Bühne stehen. Tournee 2026 Weitere Informationen zu den Terminen und jeweiligen Städten: 05.12.2026 - Regensburg, das Stadtwerk.Donau-Arena www.chormusicals.de/Regensburg 12.12.2026 - Minden, Kampa-Halle www.chormusicals.de/Minden 13.12.2026 - Oldenburg, EWE-Arena www.chormusicals.de/Oldenburg 19.12.2026 - Münster, MCC Halle Münsterland www.chormusicals.de/Muenster 20.12.2026 - Koblenz, EGP Arena www.chormusicals.de/Koblenz
Aufführungen | Schauspiel

Zwillingswelten. Über simulierte Realität

Schauspiel Köln

Premiere: 28.4.2026 Eine Lecture Performance über digitale Doubles, Experimente, Orakelmaschinen, Trainingsgeräte – und Zweifel an der Realität. Leben wir in einer Simulation? Wo ließe sich diese Frage besser beantworten als im Theater! Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin
Aufführungen | Schauspiel

Krieg und Frieden

Schauspiel Köln

KRIEG UND FRIEDEN heißt der neue investigative Bühnenessay von Calle Fuhr, der in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Medienhaus CORRECTIV entstanden ist. Auf Basis journalistischer Recherchen erzählt der Abend vom Aufstieg Wladimir Putins, von den autoritären Entwicklungen der letzten 25 Jahre in Russland und vom Krieg gegen die Ukraine. Gleichzeitig richtet Fuhr den Blick nach Deutschland: auf die Energiepolitik der vergangenen Jahrzehnte, die Abhängigkeit von russischem Gas und die daraus resultierte Versorgungskrise. Auch rücken die gegenwärtigen Aufrüstungsmaßnahmen, die immensen Staatsausgaben für Verteidigung und die Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht in den Fokus. KRIEG UND FRIEDEN zeigt, wie geopolitische Entscheidungen unseren Alltag verändern – und stellt die Frage, wie Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit und sicherheitspolitische Zukunft definiert. Hausregisseur Calle Fuhr nimmt das Publikum in diesem Monolog mit auf eine intensive Reise durch politische Entscheidungsprozesse, mediale Erzählungen und persönliche Schicksale. Dabei stößt er auf Fakten, Geschichten und Widersprüche unserer Zeit von Nordstream bis Rheinmetall. Regie: Calle Fuhr Bühne: Calle Fuhr Kostüme: Mona Ulrich Videoart: Max Hammel Dramaturgie: Lennart Göbel Mit: Calle Fuhr 1 h 40 min, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Vergeltung

Schauspiel Köln

Uraufführung: 24.4.2026 „Vielleicht müssen wir endlich wirklich begreifen lernen, dass der Stoff unserer Zivilisation selber gewoben ist aus Feuer und Rauch.“ (W.G. Sebald) Alles beginnt in 4000 Metern Höhe: Ein 600 Meter breiter und 30 Kilometer langer Strom aus US- Bombern bewegt sich auf eine deutsche Stadt zu. Darunter kurz darauf fallende Bomben, die Fallschirme einer Bomberbesatzung, Tiefflieger und Flaktürme. Ganz unten Häuser und Straßen, auf denen taumelnde Menschen im kochenden Teer „gegrillt“ werden. Luftschutzbunker, Keller, Durch- einander, ein unfassbares Horror-Szenario. Eine Mutter sucht nach ihrem Sohn, der als Flakhelfer bereits den Tod gefunden hat; eine junge Frau wird mit einem ihr fremden Mann verschüttet und unter den Trümmern von ihm vergewaltigt. Gert Ledigs Roman VERGELTUNG blickt kalt und unsentimental auf die zerstörerische Gewalt eines alliierten Luftangriffs im Juli 1944. Die Stadt, von der hier die Rede ist, bleibt namenlos – könnte aber Köln heißen. Auch hier stand nach der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1942 in weiter Trümmerlandschaft einzig noch der Dom. Das Buch erschien 1956, als Heinrich Böll oder Günter Grass längst die bundesrepublikanische Nachkriegswirklichkeit zeichneten. Es geriet bald in Vergessenheit. Bis heute ist das Trauma der Luftangriffe weitestgehend unbearbeitet, während die zusammengewürfelte Nachkriegsarchitektur der Innenstädte weiterhin stumm vom damaligen Schrecken kündet. Regisseur Sebastian Baumgarten inszeniert Ledigs Kampfansage an kriegstreibende Phrasen von „Vaterland, Heldentum, Tradition, Glaube und Ehre“ als Uraufführung für das Schauspiel Köln. Regie: Sebastian Baumgarten Bühne: Joep van Lieshout Kostüm: Tabea Braun Komposition: Stefan Schneider Musik: Fiete Wachholtz Videoart: Chris Kondek Lightdesign: Michael Frank Ton: Frank-Keno Mustroph Dramaturgie: Henning Nass
Aufführungen | Schauspiel

Die Wörter sind böse

Schauspiel Köln

„Die Geschichtenerzähler machen weiter, die Autoindustrie macht weiter, die Arbeiter machen weiter, die Regierungen machen weiter, die Rock’n’Roll- Sänger machen weiter, die Preise machen weiter, das Papier macht weiter, die Tiere und Bäume machen weiter, Tag und Nacht macht weiter, der Mond geht auf, die Sonne geht auf, die Augen gehen auf, Türen gehen auf, der Mund geht auf, man spricht.” Und es spricht: Rolf Dieter Brinkmann! Enfant terrible des bundesdeutschen Literaturbetriebs, überfahren von rechts als er nach links sah. Was als Nachdenken über das eigene Leben beginnt, wird bald zum wütenden Flanieren eines jungen Mannes durch die Straßen Kölns: den westdeutschen Nachkriegsmuff im Visier, bewaffnet mit einem Tonbandgerät. Sein steter Begleiter ist sein eigenwilliger poetischer Geist. In ausufernden Hasskaskaden hält Brinkmann die Schrecklichkeit der Welt, der Stadt, der Straße mit einem teuflischen Lachen fest – in kantiger Schönheit. DIE WÖRTER SIND BÖSE ist der Titel eines WDR-Hörspiels von 1974, geschrieben, gesprochen und geschnitten von Brinkmann selbst. Regisseur und Bühnenbildner Wolfgang Menardi bringt diesen atemlosen Marsch durch das Köln der 70er Jahre auf die Bühne, bereichert durch Gedichte aus dem Werk Brinkmanns. Ein unbarmherziger Blick auf die Stadt Köln, voller Humor und gut versteckter Schönheit zwischen Betonbau und Fliesenboden. Regie: Wolfgang Menardi Bühne: Wolfgang Menardi Kostüm: Jelena Miletić Komposition und Sounddesign: Matteo Haitzmann Choreografie: Mason Manning Videoart: Jan Isaak Voges Ton: Jakob Heisters Dramaturgie: Lennart Göbel 1 h 30 min, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Requiem für eine marode Brücke

Schauspiel Köln

Wenn Stadtplanung ein Konzert wäre, wie würde sie klingen, die lebenswerte Stadt der Zukunft? Wie singt man von „Brückensanierung“ und „Transformation”, wie intoniert man „Verschattungsstrategie“? Und welche Stimmen kündigen den ökologischen Wandel an? Wir sprechen mit Menschen aus Baugewerbe und Stadtentwicklung, mit Ökonominnen, Zukunftsforschern und Aktivistinnen über die bestehenden Pläne für ein zukunftsfähiges Köln – und über die Widerstände, denen sie begegnen. Aus den so gewonnenen O-Tönen entsteht ein Musiktheaterstück von Kölnern für Köln, ein Stimmenkonzert für drei Schauspielerinnen, zwei Kölner Chöre und eine Stadt der Zukunft. „Denn wir haben hier keine bleibende Statt, sondern die Zukünftige suchen wir“, heißt es in Johannes Brahms’ „Requiem“, das, gesungen vom Kölner Domchor, aus den maroden Stadtmauern dringt. Die Regisseurin Anna-Sophie Mahler ist Spezialistin im Verweben von Recherchematerial und Musik. Bekannt wurde sie mit der Inszenierung „Mittelreich“ an den Münchner Kammerspielen, die 2016 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. Zuletzt begeisterte ihre Inszenierung von Tennessee Williams’ „Camino Real“ am Volkstheater Wien, mit der Band Calexico live on stage. Bitte beachten Sie: Die Inszenierung REQUIEM FÜR EINE MARODE BRÜCKE wird im KOLUMBA Museum gezeigt. Die Abendkasse befindet sich im Foyer, der Einlass erfolgt 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn über den Hintereingang an der Ludwigstraße (neben sattgrün). Die Wege vor Ort sind ausgeschildert. Besucher*innen im Rollstuhl bitten wir, den Haupteingang in der Kolumbastraße zu nutzen, da der Hintereingang zu schmal ist. Ein Aufzug steht zur Verfügung, kurze Wege innerhalb des Gebäudes sind jedoch nötig. Sitzplätze sind in fast allen Räumen vorhanden. Regie: Anna Sophie Mahler Bühne: Katrin Connan Kostüm: Annika Lu Musikalische Leitung und Flügel: Michael Wilhelmi und Simon Rummel Einstudierung Jugendchor: Alexander Niehues und Oliver Sperling Ton: Jakob Heisters Lightdesign: Michael Frank Dramaturgie: Viola Köster 1 h 45 min, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Berlin Alexanderplatz

Schauspiel Köln

Leben! Das will Franz Biberkopf. Orientierungslos taumelt er durch eine Metropole, die ihn verschlingt. Zwischen Kneipengelagen und Stadtstreifzügen träumt der Gewalttaten an Frauen begehende Biberkopf von Dominanz, von Selbstermächtigung und vom großen Geschäft. Er gerät in sexuelle Abenteuer, Kleinkriminalität und in eine diabolische Abhängigkeit zum Ganoven Reinhold. Machtkämpfe, Selbstüberschätzung und Gewalt kosten ihn seinen rechten Arm – und schließlich seiner Geliebten Mieze das Leben. Durch expressive Sprache und Montagen von Werbeslogans bis Bibelzitaten schafft Alfred Döblin mit seinem Großstadtroman BERLIN ALEXANDERPLATZ eine literarische Entsprechung für eine immer komplexer werdende Welt. Die Überforderung des Menschen in Zeiten des Umbruchs und ständiger Reizüberflutung wird auf dem Schauplatz der Metropole Berlin spürbar. Die Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer erweitert den dauerrauschenden Stadtraum um die heutige Weltmetropole der Datenverkehrsströme: die digitale Netzwelt. Auch in diesem Kosmos hat ein patriarchales, menschenfeindliches, misogynes Klima Hochkonjunktur. Und auch hier ist es Franz Biberkopf nicht möglich, die zahllosen Bausteine seiner Wahrnehmung in sinnhafte Weltbilder und Handlungen umzuwandeln. Trunken von Größenwahn, Selbstmitleid und dem Glitzern der Stadt, trotzt Franz Biberkopf jedem seiner Abstürze mit schnoddrigen Posen, mit den immer gleichen toxischen Verhaltensmustern – bis ihm der Tod schließlich die Augen öffnet. Regie: Hermann Schmidt-Rahmer Bühne: Pia Maria Mackert Kostüm: Michael Sieberock-Serafimowitsch Videoart: Mario Simon Lightdesign: Jürgen Kapitein Ton: Frank-Keno Mustroph Dramaturgie: Wiebke Rüter „Ihr sagt uns, wann wir uns setzen und wann wir stehen sollen. Ihr sagt uns, wann wir uns bewegen und wann wir mal kurz stillhalten sollen. Ihr sagt uns, wann wir vom Tisch aufstehen dürfen. Ihr bringt uns bei, bitte zu sagen. Und ihr bringt uns bei, danke zu sagen. Ihr bringt uns bei, wie man nett und sauber aussieht. Ihr erklärt uns, dass es böse Menschen gibt auf der Welt. Dass es Monster nicht in echt gibt. Dass Worte nichts als Worte sind.“ THAT NIGHT FOLLOWS DAY stellt die Welt auf den Kopf: Ein Chor von Kindern zwischen 8 und 14 Jahren wird zum Hauptdarsteller. Sie sind erst kürzlich ins Leben geworfen worden, und sofort finden sie dort Regeln und Werte vor. Die Kinder aber drehen den Spieß um. Sie verkehren Aussagen ins Gegenteil, verwerfen sie, formulieren neu. Und je länger man diesem Wertekanon mit umgekehrtem Absender zuhört, desto hörbarer betritt ein unausgesprochenes „Warum?“ die Bühne: Die Infragestellung dessen, was ist – und genauso gut auch anders sein könnte! Zutiefst berührend und außergewöhnlich komisch. THAT NIGHT FOLLOWS DAY wurde erstmals 2007 von Victoria Deluxe im belgischen Gent produziert und seitdem in vielen Ländern und Sprachen aufgeführt. Für die Köln-Premiere wird der Text für eine Gruppe Kölner Kinder aktualisiert. Tim Etchells ist ein international renommierter Autor, Regisseur und Künstler. Besonders bekannt wurde er als Leiter der Performance-Gruppe Forced Entertainment. Regie Tim Etchells Bühne Richard Lowdon Regie-Mitarbeit Dana Khamis Sounddesign Tim Etchells Lightdesign Jan Steinfatt und Nigel Edwards Ton Julia Spang Dramaturgie Viola Köster 2 h 0 min, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

That Night follows Day

Schauspiel Köln

Premiere: 11.4.2026 „Ihr sagt uns, wann wir uns setzen und wann wir stehen sollen. Ihr sagt uns, wann wir uns bewegen und wann wir mal kurz stillhalten sollen. Ihr sagt uns, wann wir vom Tisch aufstehen dürfen. Ihr bringt uns bei, bitte zu sagen. Und ihr bringt uns bei, danke zu sagen. Ihr bringt uns bei, wie man nett und sauber aussieht. Ihr erklärt uns, dass es böse Menschen gibt auf der Welt. Dass es Monster nicht in echt gibt. Dass Worte nichts als Worte sind.“ THAT NIGHT FOLLOWS DAY stellt die Welt auf den Kopf: Ein Chor von Kindern zwischen 8 und 14 Jahren wird zum Hauptdarsteller. Sie sind erst kürzlich ins Leben geworfen worden, und sofort finden sie dort Regeln und Werte vor. Die Kinder aber drehen den Spieß um. Sie verkehren Aussagen ins Gegenteil, verwerfen sie, formulieren neu. Und je länger man diesem Wertekanon mit umgekehrtem Absender zuhört, desto hörbarer betritt ein unausgesprochenes „Warum?“ die Bühne: Die Infragestellung dessen, was ist – und genauso gut auch anders sein könnte! Zutiefst berührend und außergewöhnlich komisch. THAT NIGHT FOLLOWS DAY wurde erstmals 2007 von Victoria Deluxe im belgischen Gent produziert und seitdem in vielen Ländern und Sprachen aufgeführt. Für die Köln-Premiere wird der Text für eine Gruppe Kölner Kinder aktualisiert. Tim Etchells ist ein international renommierter Autor, Regisseur und Künstler. Besonders bekannt wurde er als Leiter der Performance-Gruppe Forced Entertainment. Regie: Tim Etchells Bühne: Richard Lowdon Regie-Mitarbeit: Dana Khamis Sounddesign: Tim Etchells Lightdesign: Jan Steinfatt und Nigel Edwards Ton: Julia Spang Dramaturgie: Viola Köster
Aufführungen | Schauspiel

Imagine

Schauspiel Köln

Stell dir vor, die Welt wäre ein Dorf. Stell dir vor, es herrschte dort Frieden. Und nun stell dir vor, die Nacht senkte sich über die Häuser und die Straßenlaternen leuchteten auf. Stell es dir genau vor. Hinter den Fenstern äßen die Menschen ihr Brot und tränken ihren Tee. Und die Kinder läsen friedlich im Bett, bevor der Vater sie küsst und die Mutter das Licht löscht. Jetzt stell dir vor, ein Schatten schliche über den verlassenen Dorfplatz. Und dort, im Gewächshaus, wüchsen drohend die Pflanzen – und auf dem Altar läge unheilvoll ein Buch mit einer Heiligen Schrift. Und im Laden fiele wie aus dem Nichts ein Produkt vom Regal. Und dann ertönte am Himmel ein fremder Gesang. Stell ihn dir genau vor – wie einen Riss im Firmament. Stell dir vor, es hole die Menschen aus ihren Betten und sie blickten gemeinsam zum Himmel hinauf. Und sie fragten sich mit bis zum Hals schlagenden Herzen, was sich ihnen dort nähert. Ein Engel? Eine Drohne? Eine tödliche Rakete, die alles verbrennt und zerstört? Wir stehen am Anfang einer großen Geschichte. Es gibt kein Vaterland und keinen Grund für Mord und Krieg. Und alle Menschen leben nur im Hier und Jetzt. Stell Dir das vor. Es ist ganz leicht, wenn du’s versuchst. Willkommen in IMAGINE. Regie: Kay Voges Musik: Tommy Finke Bühne: Pia Maria Mackert Kostüm: Mona Ulrich Videoart: Mario Simon und Jan Isaak Voges Lightdesign: Michael Gööck Ton: Oliver Bersin und Antony Fitz-Harris Choreografie: Berit Jentzsch Dramaturgie: Alexander Kerlin 1 h 45 min, keine Pause
Aufführungen | Performance

Downtown Paradise

Schauspiel Köln

Uraufführung: 4.4.2026 Das Bimmeln der Bahn am Neumarkt. Der Geruch von Currywurst und Nagelstudio. Shopping, Sightseeing, Selfies. Kölns Innenstadt voller Erwartungen und Widersprüche: Wie du dich kleidest. Wie du sprichst. Wie du dich bewegst. Wer dazugehört. Und wer nicht. Ein Blick, der nicht erwidert wird. Schlafplätze unter Vordächern. Welche Geschichten verbergen sich an einem Ort, an dem täglich so viele Menschen vorbeigehen, verweilen, leben oder von dem sie vertrieben werden? Zwischen Schaufenstern und Beton wächst DOWNTOWN PARADISE – Der Stadtraum wird zur Bühne. Der Jugendklub POLYLUX erforscht, wie Wahrnehmung, Mitgefühl und Verantwortung im öffentlichen Raum verhandelt werden – dort, wo Nähe und Distanz ineinander übergehen, wo Stillstand und Bewegung sich begegnen, wo Sichtbarkeit zur Frage wird. Inspiriert vom Alltag der Kölner Innenstadt lädt POLYLUX dazu ein, den öffentlichen Raum neu zu erzählen. Ein Blick auf das, was sonst verborgen bleibt. Ein Zuhören zwischen den Geräuschen. Ein Versuch, die Stadt zu fühlen, bevor man sie versteht. Mit Texten und Szenen von Julia Dittes, Burak Şengüler und Ronja Simon. Regie: Judith Niggehoff Dramaturgie: Burak Şengüler Bühne: Selina Schwaiger Kostüm: Lea Vrebac Sounddesign: Lina Rohde Schulgruppen zahlen pro Person 7, - EUR, bitte wenden Sie sich an gruppen@buehnen.koeln
Aufführungen | Schauspiel

Die Rechnung

Schauspiel Köln

Ein Tisch, ein Sessel, eine Flasche. Und ein Glas Wein, das der Kellner dem Gast serviert: So die Ausgangssituation. Doch wer bedient hier wen? Und wer dient wem? Wer bezahlt am Ende die Rechnung oder macht einen Strich durch die des anderen? In der Arbeit des britischen Autors und Regisseurs Tim Etchells (Forced Entertainment) werden Macht- dynamiken in zahlreichen Variationen durchgespielt – und je länger die Szene dauert, desto abgründiger wird der Humor. In diesem Sinne erkunden hier Herr und Knecht die mannigfaltigen Fallstricke hierarchischer Konstellationen. Nach der deutschsprachigen Erstaufführung im Rahmen der Wiener Festwochen 2024 werden nun Tisch, Sessel und Wein ins Depot 3 gestellt. Die Spannung steigt, wer in dieser Slapstick-Komödie am Ende die Rechnung bezahlt. Regie: Tim Etchells Bühne: Richard Lowdon Musik: Graeme Miller Dramaturgie: Lidia Polito Produktion: Volkstheater in den Bezirken und Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, 2024 | Originalversion: Festival d’Avignon, 2023 1 h 15 min, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Der Name

Schauspiel Köln

Dieses Familientreffen ist ein Tollhaus der Ereignislosigkeit. Jon Fosse, Literaturnobelpreisträger 2023 und frisch mit dem Ludwig-Mülheims-Theaterpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet, hat mit DER NAME sein vielleicht bestes Stück geschrieben: Nach langer Zeit kommt ein Mädchen wieder zurück nach Hause in den Kreis der Familie. Sie ist hochschwanger, die Situation prekär und explosiv. Begleitet wird sie vom zukünftigen Vater des Kindes, den hier noch niemand kennt. Die Mutter ist krank, der Vater wortkarg und erschöpft, und die Schwester sucht jemanden, mit dem sie spielen kann. Niemand, absolut niemand kommt auf die Idee, das Mädchen nach dem Namen ihres Freundes zu fragen. Der möchte am liebsten unsichtbar sein, verzieht sich in eine Ecke und liest ein Buch. Es liegt Gewalt in der Luft. Und dann passiert – nichts. Scheinbar nichts. Denn da ist die Stille. Und Jon Fosse ist ihr größter Magier. Das Schweigen rumort, bis dann doch wieder alle miteinander sprechen – aber verstehen sie sich auch? Müssten sie sich nicht, wie es einst Georg Büchner vorschlug, „die Schädeldecken aufbrechen und die Gedanken einander aus den Hirnfasern zerren“? Wenn die Sprache versagt: Was heißt es, ein Mensch in Gesellschaft zu sein? Kay Voges lässt wilde poetische Einfachheit und abgründigen Humor zu einer fein komponierten Partitur verschmelzen. „Brillantes Ensemble. Hinter jeder Figur ahnt man eine ganze Welt.“ (nachtkritik) | „Das Ungesagte ist so vielsagend, als hätten Anton Tschechow und Samuel Beckett gemeinsam Fosse inspiriert.“ (Die Presse) Regie: Kay Voges Bühne: Michael Sieberock-Serafimowitsch Kostüm: Mona Ulrich Ton: Holger Brochhaus Lightdesign: Voxi Bärenklau Musik: Tommy Finke Dramaturgie: Lennart Göbel Produktion: Volkstheater Wien, 2024 1 h 40 min, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Dat Wasser vun Kölle es jot

Schauspiel Köln

Wie rein ist der Rhein? Ein grausiger Fund am schönen Rhein in Kölle gibt Rätsel auf: Die junge Aktivistin Luise wurde tot ans Ufer gespült. Kommissarin Clara und ihr Kollege Hans nehmen die Mordermittlungen auf. Immer tiefer geraten sie in ein Netz aus Umweltverschmutzung, Online- Drohungen und verschlüsselten Firmendaten. Sie fischen im Trüben, bis sie schließlich brisante Informationen über einen großen lokalen Chemiekonzern an die Oberfläche bringen – und dem Mörder immer näher kommen. Wasser emotionalisiert. Vor allem für die kölsche Seele ist es mehr als biologisch überlebensnotwendig: Auf dem Grund des Rheins schlummern zahlreiche Mythen, während wir davorsitzen und beglückt „zuseh’n, wie Schiffe vorbeiziehen“ oder er in der Ferne Heimatgefühle in uns auslöst. Kein anderes deutsches Gewässer wird so viel besungen. Auch der Titel des Stücks ist einer berühmten Liedzeile der Bläck Fööss entnommen. Mit DAT WASSER VUN KÖLLE ES JOT stellt sich Calle Fuhr als Hausregisseur und -autor am Schauspiel Köln vor. Gespickt mit rheinischem Liedgut erzählt er einen kölschen Krimi, der unbequeme Rechercheergebnisse zur Wasserqualität des Rheins offenlegt: Brisante Fakten des investigativen Medienhauses CORRECTIV bekommen eine Bühne. Regie: Calle Fuhr Bühne und Kostüm: Marleen Johow Musik: Tommy Finke Lightdesign: Frederic Deriaz und Manfred Breuer Ton: Raphael Weiden Dramaturgie: Wiebke Rüter
Aufführungen | Schauspiel

Onkel Wanja

Schauspiel Köln

Wohin mit den verblassenden Idealen und enttäuschten Illusionen angesichts einer Welt, die immer unverständlicher wird? Es ist ein drückend heißer Sommer auf dem Land. Sonja und ihr Onkel Wanja haben den Hof jahrelang für Sonjas Vater, den Kunstprofessor aus der Großstadt, bewirtschaftet – mit Blut, Schweiß und Tränen. Als der Professor pensioniert wird und mit seiner neuen Frau Elena aufs Land zurückkehrt, steht der Betrieb plötzlich still. Nichts geht mehr. Denn Wanja hat seine ganze Kraft gegeben, um das Leben des Professors für die Wissenschaft zu finanzieren. Aus der Nähe jedoch ist dieser eine herbe Enttäuschung: lethargisch hadert er mit der eigenen Bedeutungslosigkeit. Und die ebenso hart arbeitende Sonja? Sie liebt den Arzt Astrow aus der Nachbarschaft, der nun regelmäßig zu Besuch kommt. Aber Astrow hat mit der Liebe abgeschlossen und widmet sich lieber dem Wodka. Er erträgt das Leid der Welt nicht mehr und kämpft einen letzten, illusorischen Kampf gegen die Abholzung der Wälder. Was jetzt zu tun ist? Niemand weiß es mehr. Anton Tschechow blickt in seiner tiefsinnigen Komödie von 1896 schonungslos auf eine Gesellschaft im Niedergang, der alle Koordinaten verloren gegangen sind. Konflikte der materiellen Existenz treffen auf Midlife-Krisen und ausgeträumte Träume. Mit ONKEL WANJA stellt sich der israelische Regisseur und Schauspieler Itay Tiran in Köln vor. Zuletzt inszenierte er u.a. am Burgtheater Wien und am Gesher Theater in Tel Aviv. Regie: Itay Tiran Bühne: Michael Sieberock-Serafimowitsch Kostüm: Michael Sieberock-Serafimowitsch Musik: Dori Parnes Lightdesign: Michael Frank Ton: Holger Brochhaus Dramaturgie: Lennart Göbel 1 h 30 min, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Trauer//Fall

Schauspiel Köln

Der Mensch vergießt im Laufe seines Lebens an die fünf Millionen Tränen, etwa 80 Liter, eine halbe Badewanne voll. Doch sind Tränen nur ein kleiner, sichtbarer Teil im Prozess von Trauer. Ein Prozess, mit den Veränderungen des Lebens umzugehen, das Bild von sich selbst neu zusammenzusetzen. Wir stolpern über Erinnerungen, die wir bereits vergessen haben. Wir stolpern über unseren eigenen Körper. Wie verbinden sich Traurigkeit und Trost? Wo sitzt die Wut über einen Verlust, und wie kommen wir zur Akzeptanz? Wenn etwas verschwindet, haben wir es dann wirklich verloren oder nur die Erinnerung daran verlegt? Unter der Regie von Dana Khamis und Judith Niggehoff suchen die Jugendlichen von POLYLUX in Sprache, Tanz und Performance nach einem kollektiven Weg, Trauer zu begegnen und in ihr etwas Bewegendes zu finden. POLYLUX ist der Jugendklub des Schauspiel Köln für junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren und präsentiert mit TRAUER//FALL die vierte Bühnenproduktion. Regie & Choreografie: Dana Khamis · Judith Niggehoff Bühne: Hedda Ladwig Kostüm: Nele Henrich Video: Elias Bodemer Licht: Stanislav Semeniuk Sprechtraining: Britta Tekotte Regieassistenz: Sage Bongard Dauer: 1 Std
Aufführungen | Schauspiel

Rabatz!

Schauspiel Köln

RABATZ! ist kein Eskapismus, sondern ein Stresstest für unsere Wahrnehmung. RABATZ! ist ein Abend, der das Chaos nicht fürchtet, sondern umarmt. Wo endet Sprache und wo beginnt der Rabatz? Wenn der berüchtigte Herbert Fritsch auftaucht, fliegen dem Theater alle Konventionen um die Ohren. Neben seiner ausgewiesenen Extrembegabung, Komödien zu inszenieren, hat er in den letzten Jahren seine ganz eigene Theatersprache entwickelt: jenseits der Worte, jenseits des Sinns. Immer wieder bringt er Texte auf die Bühne, die nicht dafür gedacht sind und in denen Worte zu Musik werden („Murmel Murmel“). Als 1916 in Zürich das Dada-Café Cabaret Voltaire eröffnet und der Dadaismus erfunden wurde, kommentierte jemand: „Das ist eine Ansammlung von jungen Leuten, die kreativ sind und Rabatz machen wollten“. Ha! Dada ist genau das Ding von Herbert Fritsch. Und Rabatz auch! Ein Krawall, ein Donnerhall der Unvernunft, ein Orkan der hemmungslosen Ausrastkunst. Das Verb „rabatzen“ kennen wir heute nicht mehr. Es bedeutete einst „schlagen“, „hauen“, „balgen“, „herumtoben“, „brünstig sein“ – und das ist die Spielanweisung ans Ensemble. Herbert Fritsch liebt die Bühne, das Theater und Menschen, die all das auch lieben. 13 Jahre nach seiner letzten Kölner Inszenierung – Brechts „Puntila und sein Knecht Matti“ als ein „Fest sich austobender Schauspieler“ (Deutschlandradio) – ist er zurück. Ganz in der Tradition von Dada begibt er sich auf die Suche nach dem Unaussprechlichen, Ungegenständlichen, der Auflösung von Sprache, die doch eigentlich Erlösung sein sollte. Regie. Herbert Fritsch Bühne. Herbert Fritsch Kostüm. Herbert Fritsch Lightdesign. Voxi Bärenklau Ton. Frank-Keno Mustroph Dramaturgie und Einstudierung. Sabrina Zwach Mitarbeit Bühne. Olga Steiner 1 h 10 min; keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Vatermal

Schauspiel Köln

Seinen Vater hat Arda nie kennengelernt. Das Einzige, was ihn mit ihm verbindet, ist ein kleiner schwarzer Fleck unter dem linken Auge – sein „Vatermal“. Arda ist gerade mal Anfang zwanzig, liegt mit Organversagen auf der Intensivstation, und die Zeit läuft ihm davon. Zeit, die er bisher mit seinen Kumpels verschwendet hat und die deutsche Behörden ihm genommen haben. Seit zehn Jahren haben seine Mutter und seine Schwester kein Wort gewechselt. Nun treffen sie täglich im Krankenhaus aufeinander, und Arda liegt buchstäblich dazwischen. In der Zeit, die ihm noch bleibt, wendet er sich in einem Brief an seinen Vater Metin. Er soll alles über das Leben der zerbrochenen Familie in Deutschland erfahren, die er zurückließ, um wieder in die Türkei zu gehen. Er soll nicht mehr die Möglichkeit haben, nicht zu wissen, wer Arda war. In seinem gefeierten Debütroman entwirft Necati Öziri eine Familiengeschichte, in der Mutter, Tochter und Sohn versuchen, Verluste zu überwinden und – auch ohne Pass – ihren eigenen Platz in Deutschland zu finden. Bassam Ghazi gelingt gemeinsam mit Menschen aus Köln ein temporeicher Abend über Abschied, Sehnsucht, Migration und Familie. Regie: Bassam Ghazi Bühne: Karolina Wyderka Kostüm: Justine Loddenkemper Ton: Raphael Weiden Lightdesign: Michael Gööck Choreografie: Bahar Gökten Dramaturgie: Dominika Široká und Lidia Polito 1 h 45 min; keine Pause

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