Aufführungen / Theater
Schauspiel Köln
Köln, Schanzenstr. 6-20
- Heute: Imagine

- Morgen: Krieg und Frieden
- Premiere: Unterweger
- Premiere: Die Orestie
- Premiere: Fräulein Else
- Premiere: Das Leiden Anderer betrachten
- #Motherfuckinghood
- Du musst Dich entscheiden!

- Aufstieg und Fall des Herrn René Benko
- In the Meantime: A Play across two Continents
- Dat Wasser vun Kölle es jot
- Die Wörter sind böse

- Onkel Wanja

- Berlin Alexanderplatz

- Genesis

- Der Name
- Die Rechnung
- V13 - Die Terroranschläge in Paris

- Liebes Arschloch
- Rabatz!
- Die Schauspielstätte in Köln.
Aufführungen
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Fräulein Else
Schauspiel Köln
Köln Premiere: 18.3.2026 Auch 100 Jahre nach der Veröffentlichung hat Arthur Schnitzlers Novelle FRÄULEIN ELSE nichts an Sprengkraft verloren: Die junge Else T. soll während ihrer Sommerfrische auf Bitten der Eltern den Kunsthändler Dorsday um dringend benötigtes Geld bitten – der einzige Ausweg, um ihren verschuldeten Vater vor dem Gefängnis und die Familie vor der sozialen Ächtung zu bewahren. Dorsday erkennt die Ausweglosigkeit von Elses Situation und nutzt sie für ein düsteres Spiel: Er werde die Schuldensumme erst überweisen, wenn er sie eine Viertelstunde lang nackt betrachten darf … Regisseurin Leonie Böhm entwirft Schnitzlers Novelle, die konsequent aus der Innensicht Elses erzählt ist, als Solo mit der Schauspielerin Julia Riedler. Die beiden denken Elses Bewusstseinsstrom über Machtmissbrauch und die Kommodifizierung weiblicher Körper konsequent im Hier und Heute weiter. Die Tageszeitung Der Standard berichtete nach der Premiere von einem „Triumph“, die Nachrichtenagentur APA sprach von „einem herrlichen Balanceakt zwischen Verzweiflung, Nachdenklichkeit, Trotz und einer gehörigen Portion Witz. FRÄULEIN ELSE ist beste Unterhaltung, die den ernsten Kern niemals aus den Augen verliert. Besser als Böhm und Riedler muss man es erst einmal machen.“ Und so überrascht es nicht, dass Julia Riedler für ihre Darstellung der Else von Theater heute zur Schauspielerin des Jahres 2025 gekürt wurde. Regie: Leonie Böhm Bühne & Kostüme: Belle Santos Ton: Oliver Foth und Oliver Bersin Lightdesign: Ines Wessely Dramaturgie: Lennart Göbel und Matthias Seier Mit: Julia Riedler Produktion: Volkstheater Wien, 2025 1 h 30 min, keine Pause
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Das Leiden Anderer betrachten
Schauspiel Köln
Premiere: 21.3.2026 Ein Mann in weißem Hemd, die Ärmel hochgekrempelt, darüber ein lederner Patronengürtel. Er ist im Begriff, nach hinten über zu fallen; seine Knie im 90-Grad-Winkel, der rechte Arm ausgestreckt, das Gewehr entgleitet seinem Griff: „The Falling Soldier“ von Robert Capa aus dem Jahr 1936 im Spanischen Bürgerkrieg, angeblich aufgenommen im Augenblick des Todes. Anfangs waren Fotografien „eine Wiedergabe von etwas Realem, so unanfechtbar, wie es keine sprachliche Darstellung je sein konnte“, schrieb die US-amerikanische Autorin Susan Sontag in ihrem Essay DAS LEIDEN ANDERER BETRACHTEN (2003). Das Ideal der Kriegsfotografie ist es, das „wahre Gesicht“ des Krieges zu zeigen und Zeugnis abzulegen: So war es, das ist geschehen! Und heute, da durch KI hergestellte Bilder nahezu ununterscheidbar sind von echten Fotografien? Die international arbeitende Videokünstlerin und Regisseurin Ayla Pierrot Arendt geht der Manipulierbarkeit von Wirklichkeit nach. Mit dem Ensemble erzählt sie von Reisen durch die Krisenregionen unserer Zeit, die Kriegfotografinnen, Friedensaktivistinnen und Influencer festgehalten haben – auf der Suche nach der ganz realen Realness. Wie findet man heute so etwas wie Objektivität, wenn sie zwischen Fälschung und Wirklichkeit ständig auf dem Prüfstand steht? Wer macht und wer betrachtet die Bilder vom Leiden? Wozu dienen sie – und wem? Regie: Ayla Pierrot Arendt Bühne: Katharina Pia Schütz Kostüm: Clara Rosina Straßer Sounddesign: Filip Caranica Videoart: Jan Isaak Voges und Ayla Pierrot Arendt Lightdesign: Jürgen Kapitein Ton: Holger Brochhaus Dramaturgie: Viola Köster Mit Louisa Beck, Benjamin Höppner, Fabian Reichenbach und Evi Kehrstephan
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Liebes Arschloch
Schauspiel Köln
Rebecca ist Filmstar, über fünfzig und noch gut im Geschäft. Und sie ist wütend. Der Schriftsteller Oscar, 43 Jahre alt, hat sie durch Zufall auf der Straße erkannt und auf Instagram einen hämischen Post über sie abgesetzt. Postwendend schießt sie öffentlich zurück: „Liebes Arschloch, ich habe deinen Beitrag gesehen. Du bist wie eine Taube, die mir im Vorbeifliegen auf die Schulter kackt. Ich hoffe jetzt nur, dass deine Kinder von einem Lastwagen überfahren werden und du ihren Todeskampf mitansehen musst, ohne etwas tun zu können, und dass ihnen die Augen aus den Höhlen spritzen.“ Der Beef mit Rebecca ist aber nicht das größte Problem, das Oscar hat. Die feministische, deutlich jüngere Bloggerin Zoé beschuldigt ihn, sie während ihrer Zeit als seine Pressesprecherin belästigt zu haben. Der Vorwurf: sexualisierter Machtmissbrauch. Innerhalb kürzester Zeit wird Oscar im Netz zur prominentesten Persona non grata. Anfangs haben Rebecca, Oscar und Zoé nur zwei Dinge gemeinsam: Hass auf einander und die Einsamkeit vor ihren Computern während der Pandemie. Doch nach und nach, indem sie sich immer wieder schreiben, entsteht ein fast schon zärtlicher Briefroman für das 21. Jahrhundert über Freundschaft und Angst, Sex und Drogen, über geplatzte Hoffnungen und große Träume. Regie: Stephan Kimmig Bühne: Katja Haß Kostüm: Sigi Colpe Choreografie: Michèle Seydoux Lightdesign: Voxi Bärenklau Ton: Oliver Foth und Christoph Priebe Dramaturgie: Wiebke Rüter Videoart: Mario Simon und Jan Isaak Voges Mit: Paul Grill und Birgit Unterweger Live-Kamera: Ulrike Schild Live-Schnitt: Jan Isaak Voges Produktion: Volkstheater Wien, 2024 2 h 40 min, mit Pause
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V13 - Die Terroranschläge in Paris
Schauspiel Köln
Zum 10. Jahrestag des Anschlags begibt sich Regisseur Stephan Kimmig mit Carrères Journal auf die Suche nach den Wurzeln extremistischer Gewalt und den feinen Mechanismen der Rechtsprechung. In klarer Sprache, die Sinn für Nuancen und juristische Fallstricke beweist, lässt Carrère seine Leserinnen hautnah am Prozess teilhaben. Sechs Jahre nach den Bataclan-Anschlägen von Paris, wird jenen Männern der Prozess gemacht, die die Terroristen bei ihren Vorbereitungen unterstützt haben. Der Name des Gerichtsverfahrens: V13, für Vendredi treize – Freitag, der 13. Als Zeitzeuge vor Ort: der Schriftsteller Emmanuel Carrère, der den Prozessverlauf für die Wochenzeitung »Le Nouvel Obs« detailliert protokolliert. Angetrieben wird Carrère von der Frage, »wo der Wahnsinn beginnt, wenn es um Gott geht«, und dem Wunsch, dem Entstehen einer kollektiven Erzählung beizuwohnen. So verbringt er Monat für Monat in der »fensterlosen weißen Sperrholzkiste«, die wegen des enormen öffentlichen Interesses in den Justizpalast auf der Île de la Cité hineingebaut worden ist. »V13« behandelt den Prozess um die Terroranschläge von Paris vom 13. November 2015. Gewalt sowie körperliches und seelisches Leid werden dabei teilweise sehr explizit benannt. Wie gibt man den Opfern eine Stimme? Wie geht eine Gesellschaft, die weiterleben will, mit einem derartigen Trauma um? In einer intimen Bühnenanordnung wird der Theaterabend auch zu einer Liebeserklärung an die Regeln der Justiz, die – wie Carrère schreibt – versucht, »die Welt wieder in ihre Fugen [zu] rücken«. Regie: Stephan Kimmig Bühne: Oliver Helf Kostüme: Anja Rabes Videoart: Jan Isaak Voges Sounddesign: Michael Verhovec Lightdesign: Michael Gööck Ton: Christoph Priebe und Joschka Tschirley Dramaturgie: Viola Köster Mit Claude De Demo und Paul Grill 1 h 50 min, keine Pause
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Die Rechnung
Schauspiel Köln
Ein Tisch, ein Sessel, eine Flasche. Und ein Glas Wein, das der Kellner dem Gast serviert: So die Ausgangssituation. Doch wer bedient hier wen? Und wer dient wem? Wer bezahlt am Ende die Rechnung oder macht einen Strich durch die des anderen? In der Arbeit des britischen Autors und Regisseurs Tim Etchells (Forced Entertainment) werden Macht- dynamiken in zahlreichen Variationen durchgespielt – und je länger die Szene dauert, desto abgründiger wird der Humor. In diesem Sinne erkunden hier Herr und Knecht die mannigfaltigen Fallstricke hierarchischer Konstellationen. Nach der deutschsprachigen Erstaufführung im Rahmen der Wiener Festwochen 2024 werden nun Tisch, Sessel und Wein ins Depot 3 gestellt. Die Spannung steigt, wer in dieser Slapstick-Komödie am Ende die Rechnung bezahlt. Regie: Tim Etchells Bühne: Richard Lowdon Musik: Graeme Miller Dramaturgie: Lidia Polito Produktion: Volkstheater in den Bezirken und Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, 2024 | Originalversion: Festival d’Avignon, 2023 1 h 15 min, keine Pause
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In the Meantime: A Play across two Continents
Schauspiel Köln
Der Film „Die Saat des heiligen Feigenbaums” von Mohammad Rasoulof erregte weltweit Aufmerksamkeit und wurde als Bester Internationaler Film für den Oscar nominiert – gedreht unter lebensgefährlichen Umständen, auf der ständigen Flucht vor den Kontrollen des iranischen Regimes. Kurz vor der Premiere in Cannes musste der Regisseur aus dem Land fliehen, später seine Schauspielerinnen. Eine von ihnen: Amineh Arani. Statt gemeinsam mit ihrem Ehemann Mohammad Kamal Alavi ihr neues Haus in Teheran zu beziehen, ging sie ins Exil nach Frankreich und Deutschland – und er blieb tausende Kilometer entfernt. Doch statt zu verstummen, verarbeitete Amineh Arani ihre Erfahrungen zu einem Theaterstück: IN THE MEANTIME. A PLAY ACROSS TWO CONTINENTS ist ein Abend über die Grenzen hinweg. Er steht exemplarisch für die vielen iranischen Kunstschaffenden, die in Ungewissheit vor willkürlichen Restriktionen leben müssen. Eine Inszenierung über ein Paar, das trotz aller Widrigkeiten in Verbindung bleibt. Eine dritte Figur vor Ort – scheinbar nur Übersetzerin – wird zur Mittlerin zwischen dem Sagbaren und dem, was unaussprechlich bleibt. Regisseur Stefan Otteni bringt mit dem Künstlerpaar Arani und Alavi ein Stück auf die Bühne, das berührt, aufrüttelt – und der iranischen Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“ ein Gesicht gibt. Ein Abend über Verletzlichkeit, Mut, Verlust und die politische Kraft des Theaters. Das Projekt wird ermöglicht durch eine Residenzförderung des Fonds Darstellende Künste in Kooperation mit flausen+. Die Residenz wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, den Landschaftsverband Rheinland (LVR) und das Referat für Diversität der Stadt Köln. Regie: Stefan Otteni und Amineh Arani Eine Koproduktion des Orangerie Theater und dem Schauspiel Köln
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Krieg und Frieden
Schauspiel Köln
KRIEG UND FRIEDEN heißt der neue investigative Bühnenessay von Calle Fuhr, der in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Medienhaus CORRECTIV entstanden ist. Auf Basis journalistischer Recherchen erzählt der Abend vom Aufstieg Wladimir Putins, von den autoritären Entwicklungen der letzten 25 Jahre in Russland und vom Krieg gegen die Ukraine. Gleichzeitig richtet Fuhr den Blick nach Deutschland: auf die Energiepolitik der vergangenen Jahrzehnte, die Abhängigkeit von russischem Gas und die daraus resultierte Versorgungskrise. Auch rücken die gegenwärtigen Aufrüstungsmaßnahmen, die immensen Staatsausgaben für Verteidigung und die Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht in den Fokus. KRIEG UND FRIEDEN zeigt, wie geopolitische Entscheidungen unseren Alltag verändern – und stellt die Frage, wie Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit und sicherheitspolitische Zukunft definiert. Hausautor und -regisseur Calle Fuhr nimmt das Publikum in diesem Monolog mit auf eine intensive Reise durch politische Entscheidungsprozesse, mediale Erzählungen und persönliche Schicksale. Dabei stößt er auf Fakten, Geschichten und Widersprüche unserer Zeit von Nordstream bis Rheinmetall. Regie: Calle Fuhr Bühne: Calle Fuhr Kostüme: Mona Ulrich Videoart: Max Hammel Dramaturgie: Lennart Göbel Mit: Calle Fuhr
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Aufstieg und Fall des Herrn René Benko
Schauspiel Köln
Spätestens seit der Insolvenz von Galeria Karstadt Kaufhof hat der einst reichste Österreicher auch in Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht: René Benko bestimmte 2024 mit der Pleite seines Immobilienunternehmens Signa Holding monatelang die Schlagzeilen. Es wurde der größte Bankrott der zweiten Republik Österreichs. Auch deutsche Staatshilfen in Millionenhöhe lösten sich nahezu in Luft auf. Zahlreichen Städten drohen nun Baukrater auf Jahre. Den Weg dahin scheint eine undurchdringliche Mischung aus Skrupellosigkeit, Milliardärs-Klüngel und einem lückenhaften Finanzsystem geebnet zu haben. Im Januar 2025 kam Benko in seiner Heimatstadt Innsbruck in Untersuchungshaft. Über Monate haben Regisseur Calle Fuhr und DOSSIER zusammengearbeitet, um die Geschichte vom Aufstieg und Fall des „Wunder-Wuzzis“ Benko zu entwirren. Herausgekommen ist ein besonderer Theaterabend irgendwo zwischen Stand-up, TED-Talk und Lecture-Performance, der aufgrund der großen Nachfrage am Volkstheater Wien von der kleinsten in die größte Spielstätte wechseln musste. Nach Gastspielen am Berliner Ensemble und einer Einladung zum Radikal jung Festival in München kommt Calle Fuhrs unterhaltsames Solo nun in aktualisierter Version auf die Bühne des Schauspiel Köln. Regie: Calle Fuhr Bühne: Calle Fuhr Kostüm: Tina Prichenfried Videoart: Lisa Rodlauer Ton: Christoph Priebe und Joschka Tschirley Dramaturgie: Wiebke Rüter und Matthias Seier Mit: Calle Fuhr Produktion: Volkstheater Wien, 2024 1 h 25 min, keine Pause
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Der Name
Schauspiel Köln
Dieses Familientreffen ist ein Tollhaus der Ereignislosigkeit. Jon Fosse, Literaturnobelpreisträger 2023 und frisch mit dem Ludwig-Mülheims-Theaterpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet, hat mit DER NAME sein vielleicht bestes Stück geschrieben: Nach langer Zeit kommt ein Mädchen wieder zurück nach Hause in den Kreis der Familie. Sie ist hochschwanger, die Situation prekär und explosiv. Begleitet wird sie vom zukünftigen Vater des Kindes, den hier noch niemand kennt. Die Mutter ist krank, der Vater wortkarg und erschöpft, und die Schwester sucht jemanden, mit dem sie spielen kann. Niemand, absolut niemand kommt auf die Idee, das Mädchen nach dem Namen ihres Freundes zu fragen. Der möchte am liebsten unsichtbar sein, verzieht sich in eine Ecke und liest ein Buch. Es liegt Gewalt in der Luft. Und dann passiert – nichts. Scheinbar nichts. Denn da ist die Stille. Und Jon Fosse ist ihr größter Magier. Das Schweigen rumort, bis dann doch wieder alle miteinander sprechen – aber verstehen sie sich auch? Müssten sie sich nicht, wie es einst Georg Büchner vorschlug, „die Schädeldecken aufbrechen und die Gedanken einander aus den Hirnfasern zerren“? Wenn die Sprache versagt: Was heißt es, ein Mensch in Gesellschaft zu sein? Kay Voges lässt wilde poetische Einfachheit und abgründigen Humor zu einer fein komponierten Partitur verschmelzen. „Brillantes Ensemble. Hinter jeder Figur ahnt man eine ganze Welt.“ (nachtkritik) | „Das Ungesagte ist so vielsagend, als hätten Anton Tschechow und Samuel Beckett gemeinsam Fosse inspiriert.“ (Die Presse) Regie: Kay Voges Bühne: Michael Sieberock-Serafimowitsch Kostüm: Mona Ulrich Ton: Holger Brochhaus Lightdesign: Voxi Bärenklau Musik: Tommy Finke Dramaturgie: Lennart Göbel Produktion: Volkstheater Wien, 2024 1 h 40 min, keine Pause
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Genesis
Schauspiel Köln
Ein Schauspieler betritt die Bühne und stellt fest: Er ist im falschen Stück. Ein weißer Raum. Holzkisten. Nicht einmal das Bühnenbild ist fertig aufgebaut. Das Publikum allerdings ist bereits da und blickt ihn erwartungsvoll an. Ein Albtraum wird wahr. Der Schauspieler beginnt zu spielen … Aber was nur? Das Stück, in dem er gelandet ist, kennt er nicht. Er ist falsch. Fehl am Platz. Ein Fehler. Doch was wäre, wenn im Fehler auch eine Chance läge, ein schöpferisches Prinzip? Und so beginnt er, aus dem Nichts etwas zu erschaffen, das irgendwie in diese Bühnenwelt passt, die sich da unfertig vor ihm auftut – während über seinem Spiel bedrohlich die Frage schwebt: „Ist das schon was? Reicht das, was ich hier tue? Ab wann ist etwas etwas?“ In GENESIS begibt sich Bastian Reiber, „der komischste Schauspieler in unserer Region“ (rbb) und „Komödiant von Gnaden“ (nachtkritik) mitten hinein in die Untiefen des Nichts und wird zum Schöpfer wider Willen – nicht der Welt, aber einer göttlichen Komödie. Mit Texten aus „La chair de l’homme“ („311 Gottesdefinitionen“) von Valère Novarina, aus dem Französischen von Leopold von Verschuer. Regie: Bastian Reiber Bühne: Marina Stefan Kostüm: Marina Stefan Ton: Julia Spang und Jakob Heisters Musik: Thomas Witte Dramaturgie: Henning Nass, Bettina Ehrlich und Elisa Leroy Mit: Bastian Reiber und Elias Eilinghoff Musik: Thomas Witte Produktion: Schaubühne Berlin 2023 1 h 30 min, keine Pause
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Berlin Alexanderplatz
Schauspiel Köln
Leben! Das will Franz Biberkopf. Orientierungslos taumelt er durch eine Metropole, die ihn verschlingt. Er gerät in sexuelle Abenteuer, Kleinkriminalität und in eine toxische Abhängigkeit zum Ganoven Reinhold. Gewalt, Machtkämpfe und Selbstüberschätzung kosten ihn seinen Arm und seiner Liebe Mieze das Leben. Durch expressive Sprache und Montagen von Werbeslogans bis Bibelzitaten schafft Alfred Döblin mit seinem Großstadtroman eine literarische Entsprechung für eine immer komplexer werdende Welt. Die Überforderung des Menschen in Zeiten des Umbruchs und ständiger Reizüberflutung wird spürbar. Welche Weltbilder können entstehen, wenn Werkzeuge fehlen, um die Puzzleteile der Wahrnehmung sinnvoll zu ordnen? Regie: Hermann Schmidt-Rahmer Bühne: Pia Maria Mackert Kostüm: Michael Sieberock-Serafimowitsch Videoart: Mario Simon Lightdesign: Jürgen Kapitein Ton: Frank-Keno Mustroph Dramaturgie: Wiebke Rüter
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Onkel Wanja
Schauspiel Köln
Wohin mit den verblassenden Idealen und enttäuschten Illusionen angesichts einer Welt, die immer unverständlicher wird? Es ist ein drückend heißer Sommer auf dem Land. Sonja und ihr Onkel Wanja haben den Hof jahrelang für Sonjas Vater, den Kunstprofessor aus der Großstadt, bewirtschaftet – mit Blut, Schweiß und Tränen. Als der Professor pensioniert wird und mit seiner neuen Frau Elena aufs Land zurückkehrt, steht der Betrieb plötzlich still. Nichts geht mehr. Denn Wanja hat seine ganze Kraft gegeben, um das Leben des Professors für die Wissenschaft zu finanzieren. Aus der Nähe jedoch ist dieser eine herbe Enttäuschung: lethargisch hadert er mit der eigenen Bedeutungslosigkeit. Und die ebenso hart arbeitende Sonja? Sie liebt den Arzt Astrow aus der Nachbarschaft, der nun regelmäßig zu Besuch kommt. Aber Astrow hat mit der Liebe abgeschlossen und widmet sich lieber dem Wodka. Er erträgt das Leid der Welt nicht mehr und kämpft einen letzten, illusorischen Kampf gegen die Abholzung der Wälder. Was jetzt zu tun ist? Niemand weiß es mehr. Anton Tschechow blickt in seiner tiefsinnigen Komödie von 1896 schonungslos auf eine Gesellschaft im Niedergang, der alle Koordinaten verloren gegangen sind. Konflikte der materiellen Existenz treffen auf Midlife-Krisen und ausgeträumte Träume. Mit ONKEL WANJA stellt sich der israelische Regisseur und Schauspieler Itay Tiran in Köln vor. Zuletzt inszenierte er u.a. am Burgtheater Wien und am Gesher Theater in Tel Aviv. Regie: Itay Tiran Bühne: Michael Sieberock-Serafimowitsch Kostüm: Michael Sieberock-Serafimowitsch Musik: Dori Parnes Lightdesign: Michael Frank Ton: Holger Brochhaus Dramaturgie: Lennart Göbel 1 h 30 min, keine Pause
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Dat Wasser vun Kölle es jot
Schauspiel Köln
Wie rein ist der Rhein? Ein grausiger Fund am schönen Rhein in Kölle gibt Rätsel auf: Die junge Aktivistin Luise wurde tot ans Ufer gespült. Kommissarin Clara und ihr Kollege Hans nehmen die Mordermittlungen auf. Immer tiefer geraten sie in ein Netz aus Umweltverschmutzung, Online- Drohungen und verschlüsselten Firmendaten. Sie fischen im Trüben, bis sie schließlich brisante Informationen über einen großen lokalen Chemiekonzern an die Oberfläche bringen – und dem Mörder immer näher kommen. Wasser emotionalisiert. Vor allem für die kölsche Seele ist es mehr als biologisch überlebensnotwendig: Auf dem Grund des Rheins schlummern zahlreiche Mythen, während wir davorsitzen und beglückt „zuseh’n, wie Schiffe vorbeiziehen“ oder er in der Ferne Heimatgefühle in uns auslöst. Kein anderes deutsches Gewässer wird so viel besungen. Auch der Titel des Stücks ist einer berühmten Liedzeile der Bläck Fööss entnommen. Mit DAT WASSER VUN KÖLLE ES JOT stellt sich Calle Fuhr als Hausregisseur und -autor am Schauspiel Köln vor. Gespickt mit rheinischem Liedgut erzählt er einen kölschen Krimi, der unbequeme Rechercheergebnisse zur Wasserqualität des Rheins offenlegt: Brisante Fakten des investigativen Medienhauses CORRECTIV bekommen eine Bühne. Regie: Calle Fuhr Bühne und Kostüm: Marleen Johow Musik: Tommy Finke Lightdesign: Frederic Deriaz und Manfred Breuer Ton: Raphael Weiden Dramaturgie: Wiebke Rüter
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| Comedy
Michael Mittermaier
Tonhalle Düsseldorf
Nach fast vier Jahrzehnten Comedy-Tour geht Mittermeier dahin, wo er noch nie gewesen ist. In die Zukunft. Aber wie hinkommen? In den 80ern ist man da noch mit dem Auto hingefahren. Typisch. Doch wie fährt man heute hin? Sind Zeitreisen überhaupt möglich? Yep, er hat’s gemacht! Die Lösung lag im Keller: Mittermeiers Uropa war nämlich Erfinder, und der hat vor über hundert Jahren eine Zeitmaschine gebaut. Natürlich! Das Ding stand dann jahrzehntelang bei seinen Großeltern im Keller, hat nicht funktioniert, es hieß immer, das sei ein Prototyp für eine Solarheizung. Dabei war nur der Akku leer. Aber jetzt kann’s losgehen! Zusammen in die Zukunft. Natürlich mit Übergangsjacke. FLASHBACK! Ich weiß was Du nächsten Sommer getan haben wirst… Veranstalter: Agentur Udo Lühr
Aufführungen
| Show
Abba Gold
Tonhalle Düsseldorf
Wundervolle Lieder, unvergessene Melodien und das Lebensgefühl einer ganzen Generation – seit über 20 Jahren feiert die Show »ABBA Gold« auf den Bühnen Europas die schwedischen Superstars mit einer einzigartigen Hommage. Die Sänger*innen und Musiker*innen von »ABBA Gold« lassen die Superhits von Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid in einer furiosen Live-Inszenierung lebendig werden. Veranstalter: Meyer-Konzerte GmbH & Co. KG
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| Tanz
Masurca Fogo
TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH
Choreografie / Inszenierung: Pina Bausch Bühne: Peter Pabst Kostüme: Marion Cito Mitarbeit: Irene Martinez-Rios, Jan Minařík, Marion Cito Musikalische Mitarbeit: Andreas Eisenschneider, Matthias Burkert Musik: Amália Rodrigues, Nicolette, The Alexander Balanescu Quartett, Ben Webster, Lisa Ekdahl, Duke Ellington, Leon Parker, Mecca Bodega, Vince Guaraldi, Tupi Nago, Marcos Suzano, Baden Powell, Radamés Gnattali, Gidon Kremer, Rui Junior, Alfredo Marceneiro, u. a. In Koproduktion mit EXPO 98 Lissabon und Goethe-Institut Lissabon Uraufführung: 4. Apr 1998, Schauspielhaus Wuppertal Dauer: 2h 30min, eine Pause Preise: 35€/7,50€, 45€/10€, 55€/15€
Aufführungen
| Tanz
Nelken
TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH
Choreografie / Inszenierung: Pina Bausch Dramaturgie: Raimund Hoghe Bühne: Peter Pabst Kostüme: Marion Cito Dramaturgie: Raimund Hoghe Mitarbeit: Hans Pop Musikalische Mitarbeit: Matthias Burkert Musik: Franz Lehar, Louis Armstrong, Sophie Tucker, Quincy Jones, Richard Tauber, u. a. Uraufführung: 30. Dez 1982, Opernhaus Wuppertal Dauer: 1h 50min Preise: 30€/7,50€, 40€/10€, 50€/15€Vorverkauf: 23.04.2026, 10:00 Tickets ab 23.04.2026
Aufführungen
| Tanz
Kontakthof
TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH
Inszenierung / Choreographie: Pina Bausch Bühne / Kostüme: Rolf Borzik Mitarbeit: Rolf Borzik, Marion Cito, Hans Pop Musik: Bertal-Maubon-Daniderff, Jimmy Dorsey, Anton Karas, Juan Llossas, Jean Sibelius, Jack Stapp, Harry Stone Uraufführung: 9. Dez 1978, Opernhaus Wuppertal Dauer: 2h 50min, eine Pause Preise: 30€/7,50€, 40€/10€, 50€/15€ Tickets ab 17.04.2026
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| Tanz