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Ausstellungen | Ausstellung

Zweimal Deutschland um 1980

Museum Ludwig

Fotografien aus Ost- und Westdeutschland um 1980 dokumentieren die Lebenswelten in beiden Staaten, geprägt von unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systemen. Porträts und Alltagsszenen von Derek Bennett, Christiane Eisler, Ute Mahler, Henry Maitek, Evelyn Richter, Karl C. Kugel und Erasmus Schröter vermitteln Einblicke in diese Realitäten. Ergänzende Titel und historische Verweise vermitteln häufig erst, wo die Aufnahmen entstanden sind, und verdeutlichen gesellschaftlichen Spannungen und kulturellen Perspektiven. Kuratorin: Barbara Engelbach
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Nur der Beton

Kunsthalle Düsseldorf

Mit Nur der Beton rückt die brutalistische Architektur der Kunsthalle Düsseldorf in den Mittelpunkt. Aufgrund der kurzfristigen Verschiebung der ab Sommer 2026 geplanten Sanierung der Kunsthalle haben die Besucher*innen für drei Wochen die seltene Möglichkeit, das Gebäude in seiner radikalsten Form zu erleben: leer, ohne jegliche Eingriffe oder Inhalte. Die Kunsthalle lädt ein, die spezifische Atmosphäre der Architektur und die brutalistischen Strukturen bewusst wahrzunehmen. Die leeren Räume dienen als Ort der Ruhe und des Innehaltens inmitten der Düsseldorfer Altstadt. Die ursprüngliche Kunsthalle Düsseldorf, 1881 erbaut, wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Vor dem Hintergrund des städtebaulichen und kulturellen Neuanfangs der Nachkriegszeit fiel in den 1960er-Jahren die Entscheidung für einen Neubau am Grabbeplatz. Mit dem Entwurf der Architekten Konrad Beckmann und Christoph Brockes entstand ein Gebäude, das sich programmatisch der Moderne und ihren gesellschaftlichen Idealen verschrieb. 1967 wurde die neue Kunsthalle Düsseldorf in ihrer heutigen Form eröffnet. Die Verwendung von Betonfertigteilen prägt bis heute sowohl die markante Fassade als auch den Innenraum. Der Bau zählt zu den frühen und bedeutenden Zeugnissen des Brutalismus in Deutschland und markiert einen bewussten Bruch mit repräsentativer Architektur zugunsten von Klarheit, Funktionalität und Materialehrlichkeit. Seit 2024 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Der Begriff Brutalismus leitet sich vom französischen béton brut (roher, unverkleideter Beton) ab und verweist auf den zentralen Werkstoff dieser Architekturrichtung. Charakteristisch für die zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren entstandenen Bauten ist die unverhüllte Sichtbarkeit von Konstruktion und Material. Eng mit gesellschaftlichen Bedingungen der Nachkriegszeit verbunden, bot sichtbarer Beton eine robuste, kostengünstige Bauweise und stand gleichzeitig für Ehrlichkeit und Modernität. Die daraus resultierende rohe, massive Ästhetik wurde lange Zeit kontrovers diskutiert und vielfach kritisiert. Seit einigen Jahren erfährt sie jedoch eine Neubewertung; der skulpturale Charakter der Bauten und die markanten Materialien machen sie besonders fotogen und sorgen insbesondere in den sozialen Medien für wachsende Aufmerksamkeit. In Düsseldorf sind neben der Kunsthalle Düsseldorf nur wenige brutalistische Bauten bis heute erhalten geblieben, darunter die Zionskirche (1969) in Derendorf, St. Norbert (1966–68) in Garath oder die Heinrich-Heine-Universität (1960er/1970er-Jahre) in Bilk. Nur der Beton lädt dazu ein, die Kunsthalle Düsseldorf jenseits ihrer Funktion als Ausstellungsort zu erfahren – als architektonisches Manifest, als Zeitzeugnis und als Raum, der Wahrnehmung formt. Drei Wochen lang ist die leere Kunsthalle kostenfrei zugänglich. Begleitende Veranstaltungen vertiefen diese räumliche Erfahrung und nähern sich dem Gebäude aus unterschiedlichen Perspektiven. Formate der Ruhe und des Innehaltens stehen dabei ebenso im Fokus wie die Auseinandersetzung mit der brutalistischen Architektur. Ein Atem-Workshop lädt zur bewussten Wahrnehmung des Raumes ein, musikalische Interventionen reagieren auf seine besondere Akustik. Ein wissenschaftlicher Vortragsabend vertieft die Auseinandersetzung mit dem Brutalismus und Architekturführungen vermitteln Einblicke in Baugeschichte und Struktur der Kunsthalle. Im leeren Kinosaal findet zudem eine Filmvorführung von The Brutalist (2024) statt.
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Yayoi Kusama

Museum Ludwig

Im Jahr 2026 widmet das Museum Ludwig in Köln anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums der legendären japanischen Künstlerin Yayoi Kusama eine große Ausstellung. Kusama (*1929, Matsumoto) zählt zu den bekanntesten Künstler*innen unserer Zeit. Ihre ikonischen Polka Dots, ihre Kürbisskulpturen und ihre verspiegelten Infinity Rooms sind zu einer Art Markenzeichen geworden und tauchen millionenfach in den Sozialen Medien auf. Die Ausstellung nimmt die Besucher*innen mit auf eine spannende Reise durch Kusamas gesamtes Schaffen mit über 300 Arbeiten, von der ersten Zeichnung von ca. 1934 bis heute, und durch eine Vielzahl künstlerischer Medien, wie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Mode, Performance und Literatur. Über die gesamte Wechselausstellungsfläche des Museum Ludwig hinaus wird die groß angelegte Ausstellung auch weitere Bereiche des Hauses wie die Dachterrasse mit Domblick bespielen. Eine neue, eigens für die Ausstellung konzipierte immersive Rauminstallation mit integriertem Infinity Mirror Room wird den größten Saal des Museums füllen. Darüber hinaus werden frühe ikonische Arbeiten, wie Kusamas erste, 1963 entstandene Installation Aggregation: One Thousand Boats Show zu sehen sein. Im Zentrum von Kusamas Werk stehen die Natur in ihrem ständigen Wandel, Werden und Vergehen sowie die Unendlichkeit des Universums, in der alles Existierende sich letztlich auflöst. Die Punktemuster (Polka Dots), mit denen die Künstlerin Gegenstände und Menschen überzieht, sind ebenso Ausdruck dieser Weltsicht wie ihre Unendlichkeits-Spiegelräume. Erlebnisse ihrer Kindheit, darunter Halluzinationen, in denen sie den eigenen Körper und die Umgebung von Punkten, Blüten und anderen Wiederholungsmustern überwuchert wahrnahm, durchziehen Kusamas gesamtes Schaffen. Fragilität und Auslöschung sind gleichermaßen Teil dieser Erfahrungen wie die Teilhabe und Verschmelzung mit einem großen Ganzen. Ihre Kunst ist für Kusama Lebensnotwendigkeit, jedes ihrer Werke auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst. Nach Kindheit und Jugend im ländlichen, patriarchalisch geprägten Japan der Nachkriegszeit entflieht Kusama der Enge und geht in den späten 1950er Jahren ins New York der Flower Power-Bewegung und des Vietnamkriegs; dort bezieht sie politisch Stellung und macht Schlagzeilen mit provokanten Happenings. 1973 kehrt Kusama nach Japan zurück und verarbeitet ihre existentiellen Ängste in oft schonungslosen Romanen und Gedichten. In ihrem kraftvollen Alterswerk erschafft sie wiederum lebensvolle und farbenprächtige Bilderzyklen. Ihren roten Faden beschreibt Kusama, wenn sie sagt: „In meinen mehr als siebzig Jahren als Künstlerin habe ich immer Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens gehabt. Mehr als alles andere hat mich dieser starke Sinn für die Lebenskraft im künstlerischen Ausdruck unterstützt und mir Kraft gegeben, Gefühle von Depression, Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit zu überwinden. Ich habe mich von meinem Glauben an diese Kraft leiten lassen.“ Yayoi Kusama wird vom Museum Ludwig in Zusammenarbeit mit der Fondation Beyeler, Riehen/Basel (12. Oktober 2025 – 25. Januar 2026) und dem Stedelijk Museum Amsterdam (12. September 2026 – 17. Januar 2027) organisiert. In der Kölner Station der Ausstellung werden einige große installative Arbeiten gezeigt, die nicht Teil der Ausstellung in Basel sind, wie Kusamas erste, 1963 entstandene Installation Aggregation: One Thousand Boats Show, das Environment I’m Here but Nothing (2000/2026), ein in Schwarzlicht getauchter Wohnraum mit zahllosen fluoreszierenden Klebepunkten und die imposanten bunt bemalten Bronze-Blumen Flowers That Speak All about My Heart Given to the Sky, die auf der Dachterrasse des Museum Ludwig installiert werden. Kurator: Stephan Diederich Die Ausstellung in Köln wird ermöglicht durch das Engagement des Leading Partners des Museum Ludwig, der Peter und Irene Ludwig Stiftung, dem Excellence Partner Mazda, dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e.V.. Außerdem dankt das Museum Ludwig der Japan Foundation, der Sparkasse KölnBonn, dem Superior Partner des Hauses RIMOWA, seinem Zukunftspartner OSMAB und der Stadt Köln für die großzügige Unterstützung der Ausstellung.
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Bye Bye Grabbeplatz!

Kunsthalle Düsseldorf

Im März 2026 verabschiedet sich die Kunsthalle Düsseldorf vor der anstehenden Sanierung mit einem Monat voller Veranstaltungen von und mit Düsseldorfer Künstler*innen von ihrem „Mutterhaus“. Ab Sommer 2026 wird das Gebäude der Kunsthalle Düsseldorf am Grabbeplatz umfassend saniert. Vor dem Auszug und dem Start unseres dezentralen Interimsprogramms in den Düsseldorfer Stadtteilen, möchten wir uns im März 2026 von unserem Haus verabschieden. Wir haben Künstler*innen, Gruppen, Initiativen und Kollektive eingeladen, sich gemeinsam mit uns zu verabschieden, sich an unserem Programm zu beteiligen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem gemeinsamen Abschied von und mit Düsseldorfer Künstler*innen oder Künstler*innen mit enger Beziehung zur Kunsthalle Düsseldorf.
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MUR BRUT 37

Kunsthalle Düsseldorf

Aus dem flimmernden Licht des betongrauen Parkhauses entfaltet sich eine schattenhafte Geschichte: eine Kreatur – weder ganz menschlich noch ganz fremd – eröffnet eine mythologische Welt, die sich mit selbstkritischen Fragen an die Betrachter*innen richtet. In welchem Verhältnis steht der eigene Körper zu dieser Figur, zu ihrer Verletzlichkeit, zu ihrer Umwelt? In ihr begegnet uns eine ökofeministische Perspektive, die die Trennung von Mensch und Natur, Subjekt und Objekt in einem unwirklichen Setup infrage stellt. Die Installation untersucht Übergänge zwischen Wahrnehmung, Identität und Erinnerung und entfaltet ein Moment der Unsicherheit. Transformation erscheint nicht als dramatischer Wandel, sondern als leises Umschalten zwischen Zuständen, Zeiten und Empfindungen. Das Parkhaus wird zum Resonanzraum dieser Fragen: ein Schwellenort, an dem sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Wahrnehmung in Bewegung gerät und das Sehen zu einer körperlichen Erfahrung wird; flüchtig, tastend, offen und womöglich doch überfordert. Eingeladen von Fiona Pauline Borowski Nadine Karl absolvierte 2024 ihren Abschluss als Meisterschülerin an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professorin Dominique Gonzalez-Foerster.
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HIER UND JETZT im Museum Ludwig.
De/Collecting Memories from Turtle Island

Museum Ludwig

Erinnerungen sind fragil. Sie werden gesammelt, weitergegeben, überlagert oder ausgelöscht. Das neue Projekt der Ausstellungsreihe HIER UND JETZT widmet sich diesen Prozessen des Erinnerns und macht verdrängte indigene Narrative sichtbar, indem westliche Bildkonstruktionen hinterfragt werden. Im Zentrum steht die Installation Thirteen Moons der US-amerikanischen, Indigenen Künstlerin Marie Watt (1967, Seattle): dreizehn hängende Skulpturen aus Zinnschellen, die berührt werden dürfen und ein Rauschen erzeugen. Sie sind eine Hommage an den Jingle-Dress-Tanz, der um 1900 während einer Grippepandemie vom Stamm der Ojibwe als Heilungsritual entstand und trotz staatlicher Verbote über Generationen weitergegeben wurde: ein radikaler Akt des Widerstandes. Watts Arbeit trifft auf historische Fotochrome der Detroit Photographic Company um 1900 aus der Sammlung des Museums. Die massenhaft verbreiteten Postkartenmotive zeigen moderne Städte und menschenleere Landschaften der USA: Ein Lebensraum, in dem Indigene Völker bewusst ausgespart werden, obwohl die vermeintlich unberührte Natur ihre Heimat ist. Die Gegenüberstellung mit Watts Skulpturen zeigt, wie Geschichte konstruiert wird und was ausgelassen bleibt. Für die Ausstellung wird die Künstlerin mit der Jingle Dress-Tänzerin Acosia Red Elk zusammenarbeiten. Kuratorinnen: Miriam Szwast und Santi Grunewald
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Wohin?
Kunsthalle/Stadt/Gesellschaft der Zukunft

Kunsthalle Düsseldorf

Die letzte Ausstellung vor der Sanierung widmet die Kunsthalle Düsseldorf einem gemeinsamen Blick in die Zukunft: der Zukunft der Kunsthalle, aber auch der Zukunft von Städten, urbanen Räumen, Gesellschaften und unserem gemeinsamen Zusammenleben. Die Ausstellung "Wohin? Kunsthalle / Stadt / Gesellschaft der Zukunft" nimmt die Schwelle, an der sich die Institution befindet, zum Ausgangspunkt und öffnet sie für eine kollektive Auseinandersetzung mit Fragen des städtischen und institutionellen Zusammenlebens. Die Kunsthalle wird dabei zum Denk- und Erfahrungsraum, zum Laboratorium der Möglichkeiten. Sie lädt dazu ein, sich mit Fragen der Architektur, Stadtplanung, kulturellen Teilhabe und Gestaltung öffentlicher und gemeinsamer Orte in einer Stadt auseinanderzusetzen – insbesondere in Zeiten tiefgreifender ökologischer, sozialer und ökonomischer Umbrüche. Künstler*innen, Architekt*innen, Designer*innen, Stadtplaner*innen und Wissenschaftler*innen, die sich mit Themen wie grünen Städten, urbaner Mobilität, nachhaltigem Bauen, gelebter Demokratie, kultureller Teilhabe und der Rolle und Verantwortung von Kultur in diesem komplexen Gefüge beschäftigen, lassen die Besucher*innen an ihren innovativen Ideen, Projekten und Visionen teilhaben. Die Ausstellung versteht sich nicht als abgeschlossene Präsentation, sondern als offener, sich entwickelnder Projektraum. Sie versammelt Ideen, Experimente und Vorschläge und lädt zum gemeinsamen (Weiter-)Denken und Entwickeln ein. Wohin? fragt nach Perspektiven für die Stadt der Zukunft und rückt zentrale Herausforderungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens unserer Zeit ins Zentrum. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Probleme, sondern vor allem kreative Lösungsvorschläge und zukunftsweisende Impulse unterschiedlichster Akteur*innen. Wir stellen uns die Frage: Wie möchten wir in Zukunft leben? Aber vor allem auch: Wie können wir in Zukunft leben? Ziel von Wohin? ist es, Raum für Begegnungen und Austausch zu schaffen, um gemeinsam nach Antworten auf diese Fragen zu suchen. Die Besucher*innen sind eingeladen, sich aktiv einzubringen: mit Fragen, Gedanken, Kritik und Fantasie für die Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft. Zahlreiche Projekte und Formate regen zum Mitdenken, Mitgestalten und Erleben ein. Mit Anouchka Strunden, Bureau Baubotanik, Club Real, Fari Shams & Every House has a door, Jan Kamensky, Luca Kohlmetz, Martin Pfeifle, Max Mundhenke & Jan Silbersiepe, MY-CO-X, Neonature, Offenbach Institut für Mobilitätsdesign, Paul Hutchinson, rampe:aktion, Stöbe Architekten & Molestina Architekten + Stadtplaner, Van Bo-Le Mentzel, Verbunt – Jugendkunst Düsseldorf e.V., Veronika Pfaffinger, Zentrum für Peripherie Wohin? ist ein gemeinsames Abschiedsprojekt des Teams der Kunsthalle Düsseldorf und zugleich ein gemeinsamer Aufbruch in eine offene Zukunft. An folgenden Tagen ist der Eintritt in die aktuelle Ausstellung frei: Samstag, 18. Oktober 2025 Samstag, 15. November 2025 Samstag, 29. November 2025 Sonntag, 7. Dezember 2025 Samstag, 13. Dezember 2025 Samstag, 24. Januar 2026
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Fünf Freunde. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly

Museum Ludwig

Die Ausstellung Fünf Freunde. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly erzählt die Geschichte eines einflussreichen, aber oft übersehenen Netzwerks von fünf erfolgreichen und bekannten Künstlern. Während die Künstler einzeln große Anerkennung erfahren haben, sind ihre starken gegenseitigen Einflüsse, ihre freundschaftlichen, künstlerischen und romantischen Beziehungen, bisher weitgehend übersehen und unerforscht geblieben. Sowohl individuell als auch gemeinsam haben die Künstler wichtige Rollen in der Nachkriegskunst gespielt und mit ihrer interdisziplinären Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Geschichte der Kunst, der Musik und des Tanzes geleistet. Bis heute prägen sie Generationen von Künstler*innen. In der Konzentration auf das Zusammenspiel der fünf Künstler reflektiert die Ausstellung auch, was es bedeutete, in den 1950er Jahren ein schwuler Künstler zu sein und wirft so ein neues Licht auf die Dynamik der Nachkriegskunst in den USA und darüber hinaus. Der theoretische Einfluss von John Cage auf Rauschenberg und Twombly, die Bühnenbilder von Johns und Rauschenberg für die Merce Cunningham Dance Company oder die interpiktoralen Dialoge zwischen Twombly, Rauschenberg und Johns werden nun erstmals Gegenstand einer groß angelegten Ausstellung. Die performative und kollaborative Dimension ihrer Praktiken zeugt von ihrer gemeinsamen kulturellen Vision einer nicht-hierarchischen, multipolaren und antiimperialistischen Gesellschaft. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum Brandhorst in München. Kuratoren: Yilmaz Dziewior, Achim Hochdörfer mit Arthur Fink
Ausstellungen | Ausstellung

Smile! Wie das Lächeln in die Fotografie kam

Museum Ludwig

Smizing, Squinching, Duckface, Fish Gape, Cheese oder Prunes: Schönheitsideale und Soziale Medien lösen immer schnelllebigere Trends für Porträtfotos aus. Bis zum späten 19. Jahrhundert war das Fotografiertwerden eine Prozedur, die größte Bewegungslosigkeit erforderte, um ein scharfes Bild zu erzeugen, was zu starren und leblosen Gesichtsausdrücken führte. Die Präsentation in den Fotoräumen des Museum Ludwig untersucht, wie sich unsere „Fotografiergesichter“ im Laufe der Zeit verändert haben. Sie bringt anonyme Porträtfotografien und künstlerisch gestaltete Porträts aus dem 19. bis 21. Jahrhundert zusammen zu einer Geschichte des Lächelns. Ob wir lächeln, wenn wir wissen, dass wir fotografiert werden, oder nicht, ob wir dabei Zähne zeigen oder nicht, das hängt von gesellschaftlichen Konventionen und der Entwicklung der Fototechnik ab. So beobachtete der Fotograf Josef Janssen 1878: „[…] schon die Zwangslage allein, in welcher sich die Person im Augenblicke der Aufnahme befindet, genügt, sie an der freien Entfaltung ihrer Individualität zu hindern. Sie soll, an den vielgehassten und gefürchteten und doch unentbehrlichen Kopfhalter gelehnt, unbeweglich und unverwandt eine Zeitlang nach einem bestimmten Punkt hinsehen, der dem Auge gewöhnlich nichts zu betrachten bietet. Was anders kann die Folge davon sein, als Starrheit und Leblosigkeit?“ Dass die Menschen, die im 19. Jahrhundert ins Fotoatelier gingen, um sich fotografieren zu lassen, selten lächeln, entsprach aber auch den Wünschen und Konventionen, wie man sich auf einem Porträt zeigen wollte; diese waren abhängig von Klasse, Gender und Kontext. Gefühle gehörten besser ins Private und nicht auf ein Bild. Für den Einzug des Lächelns in die Porträts des 20. Jahrhunderts spielte die Entwicklung des Stummfilms eine bedeutende Rolle. Die Mimik war es, über die Regungen erzählt wurden. Dafür zoomte die Kamera immer näher an das Gesicht heran. Parallel dazu lässt sich beobachten, dass das Ganzkörperporträt zunehmend abgelöst wurde vom Fokus auf das Gesicht. Später dann kommt die Werbung hinzu, in der das Glücksversprechen eines Produkts durch das Strahlen der dargestellten Personen kommuniziert wird. Immer höher ziehen sich die Mundwinkel. Eine 2015 erschienene Untersuchung von Schüler*innenporträts aus US-amerikanischen Jahrbüchern konnte belegen, dass das Lächeln seit Anfang des 20. Jahrhunderts kontinuierlich zugenommen hat, wobei Frauen messbar mehr lächeln als Männer. Weltweit lässt sich eine zunehmende Expressivität in der Mimik beobachten. Der Blick in die Modefotografie allerdings zeigt, dass Status und Coolness auch dadurch ausgedrückt werden, wie wenig gelächelt wird. Schon 1927 schrieb der Soziologe Siegfried Kracauer davon, dass sich die Welt – und damit auch der Mensch darin – ein „Photographiergesicht“ zugelegt habe. Die Präsentation im Museum Ludwig will zeigen, dass sich daran bis heute nichts verändert hat. Das Lächeln hat eine Geschichte. Kuratorinnen: Miriam Szwast mit Brit Meyer
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Wolfgang-Hahn-Preis 2025:
Evelyn Taocheng Wang

Museum Ludwig

Evelyn Taocheng Wang (*1981 in Chengdu, CN, lebt und arbeitet in Rotterdam, NL) wird mit dem 31. Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet während der Kunstmesse Art Cologne am Freitag, den 7. November 2025 um 18.30 Uhr im Museum Ludwig statt. Der Eintritt ist frei. In ihren Arbeiten erforscht Wang kulturelle Identitäten und soziale Beziehungen. Der Titel Friendship ihrer Installation für das Museum Ludwig bezieht sich auf ein gleichnamiges Bild der von ihr verehrten nordamerikanischen Malerin Agnes Martin (1912-2004). Für ihre Gemälde wählt sie jeweils einen Hintergrund aus Martins geometrisch-minimalistischen Bildern, den sie per Bezeichnung im Bild benennt und in händischer Kopie komplett übernimmt. Den „martin’schen“ Hintergrund ergänzt sie um perfekt gemalte Kuchenstücke und Figuren aus der Sendung mit der Maus, verbunden mit echten oder scheinbar traditionellen chinesischen Details wie selbsterfundene Stempel, die genauso wie schöngeschriebene Text-Passagen die visuelle Ebene der Werke um eine inhaltliche ergänzen. Wang tritt so teils in direkten Dialog mit den Besuchenden und stellt fiktive Konversationen vor. Die gemalten Kuchenstücke werden zum Symbol für Feierlichkeiten, Zusammensein und Genuss und werfen zugleich Fragen nach Zugehörigkeit, kultureller Hybridität und persönlichen Erinnerungen auf. Durch eine skulpturale Installation aus zwei Rundtoren im Museum Ludwig lädt Wang dazu ein, in die Präsentation einzutreten und diese mit allen Sinnen zu genießen. Eine Videoarbeit ergänzt die Installation. Die diesjährige Gastjurorin Susanne Titz, Direktorin des Museum Abteiberg, Mönchengladbach erläutert: „Wangs Zeichnungen in traditionellen chinesischen Techniken von Schrift und Malerei legen sich wie Kommentare über die westliche Kultur, werden dabei intim, wie eine private, sich als unangepasst und unerhört gerierende Poesie. Evelyn Taocheng Wang verfügt über eine besondere Kraft, ihre eigene Identität ins Werk zu setzen.“ „Es freut mich sehr, dass Evelyn Taocheng Wang den Wolfgang-Hahn-Preis 2025 erhält, die sich in ihren Arbeiten auf sensible und oft überraschende Weise mit der eigenen kulturellen Verortung und den Kunstgeschichten Europas, Amerikas und Chinas auseinandersetzt. Mit ihr wird eine Künstlerin gewürdigt, deren Werk sich hervorragend in die Sammlung des Museum Ludwig einfügen und neue Akzente setzen wird,“ erklärt Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig und Mitglied der Jury. Mayen Beckmann, Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft für Moderne Kunst, ergänzt: „Die Erwerbung von Evelyn Taocheng Wangs Werk knüpft hervorragend an die Sammelleidenschaft des Ehepaares Peter und Irene Ludwig an, die sich von Beginn an für alte chinesische Kunst interessierten und 1996 über die Ludwig Stiftung eine große Schenkung zeitgenössischer Kunst an das chinesische Nationalmuseum in Peking übergaben. In Deutschland sind Wangs Werke noch nicht so bekannt, wie die Einmaligkeit ihrer künstlerischen Position es verdient.“ Über Evelyn Taocheng Wang Seit der umfassenden Ausstellung von Evelyn Taocheng Wangs Werken im Zentralpavillon der 2024er Biennale di Venedig ist die Künstlerin einem größeren internationalen Publikum bekannt. Nach ihrem Studium traditioneller chinesischer Kunst, klassischer chinesischer Literatur, Grafikdesign und visueller Kommunikation in Nanjing machte sie ihren Master of Fine Arts an der Städelschule in Frankfurt. Ihre Werke wurden u.a. im Museum Dordrecht, im Rockbund Art Museum in Shanghai, im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf und im Museum Abteiberg in Mönchengladbach in Einzelausstellungen gezeigt. Sie erhielt den ABN AMRO Art Award in Amsterdam und den Dorothea von Stetten-Kunstpreis. Über den Wolfgang-Hahn-Preis Der Wolfgang-Hahn-Preis wird jährlich von der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig vergeben, 2025 bereits zum 31. Mal. Mit der Auszeichnung sollen vorrangig zeitgenössische Künstler*innen geehrt werden, die sich in der Kunstwelt durch ein international anerkanntes Œuvre bereits einen Namen gemacht haben, in Deutschland aber noch nicht so bekannt sind, wie sie es verdienen. Das Preisgeld in Höhe von maximal 100.000 Euro setzt sich aus den Beiträgen der Mitglieder zusammen und fließt in den Erwerb eines Werks oder einer Werkgruppe der Künstler:innen für die Sammlung des Museum Ludwig. Mit dem Preis verbunden sind vom Museum Ludwig organisierte Ausstellungen der erworbenen Arbeit(en) der Preisträger*innen sowie die Herausgabe einer begleitenden Publikation. Der Name des Preises ehrt das Andenken an den passionierten Kölner Sammler und Gemälderestaurator Wolfgang Hahn (1924–1987), der sich in vielfältiger Hinsicht für die Kunst der europäischen und amerikanischen Avantgarde in Köln engagierte. Die Gesellschaft für Moderne Kunst fühlt sich seinem vorbildlichen Wirken als Sammler, als ihr Gründungsmitglied und als Leiter der Restaurierungswerkstätten des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig verpflichtet.
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Präsentation Collecting Jewellery Volume 03

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Die Reihe „Collecting Jewellery“ begleitet die Sammlungspräsentation „Faszination Schmuck. 7000 Jahre Schmuckkunst im MAKK“ und widmet sich unterschiedlichen Aspekten des Sammelns von Schmuck. Im Rahmen von wechselnden Präsentationen werden Neuerwerbungen sowie Schenkungen für das MAKK oder Highlights und Lieblingsstücke von Sammler*innen vorgestellt. In 2025 sind gleich drei Präsentationen geplant, nämlich vom 3. bis 29. Juni, vom 26. August bis zum 21. September und vom 7. Oktober bis zum 2. November. Die Reihe wird in loser Folge auch in 2026 fortgesetzt, der Eintritt ist frei. Die dritte Präsentation ist Teil einer Kölner Privatsammlung mit einer Auswahl von Schmuckobjekten aus der Zeit zwischen 1770 und 1830, einem Zeitraum, der als Klassizismus in die Kunst- bzw. Kulturgeschichte eingegangen ist. In der Kunstgeschichte umfasst der Begriff Klassizismus all jene Kunstströmungen, die sich auf die Antike als Vorbild berufen. In diesem Sinne sind seit der Renaissance – die als ‘Wiedergeburt’ ja auch eine (Neu)Interpretation der Antike gewesen ist – in fast allen Stilepochen klassizistische Strömungen zu finden, die sich in ihren stilistischen Ausformungen aber immer am jeweiligen Zeitgeschmack orientieren, was sich auch an Objekten der angewandten Kunst wie Möbel, Glas, Porzellan, Silber, Mode oder Schmuck ablesen lässt: Die umfangreiche Schmucksammlung des MAKK präsentiert anschaulich die große Bandbreite der Schmuckgestaltung des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts, der Themenbereich „Klassizimus“ soll durch die hier vorliegende, rein subjektive Auswahl von Schmuckstücken aus einer Kölner Privatsammlung ergänzt werden: Im Vordergrund der Sammlungsidee stand und steht die Beschäftigung mit der Formensprache, der Motivauswahl und den bevorzugten Materialien und Techniken dieser Zeit. Für den zukünftigen Ausbau der Sammlung steht neben der systematischen Ergänzung der historischen Schmuckkunst besonders der Bereich des modernen und zeitgenössischen Autor*innen- und Unikatschmucks im Fokus. Darüber hinaus hat sich das MAKK zum Ziel gesetzt, die Diversität unserer Gesellschaft in den Ausstellungen und im Sammlungsprofil vermehrt abzubilden. Dazu gehört, dass Werke von Künstlerinnen und Gestalterinnen stärker vertreten sind. Ein weiterer Schwerpunkt des Sammlungsprofils liegt auf dem Thema der Nachhaltigkeit und dem ressourcenschonenden Umgang mit Materialien. Die moderne und zeitgenössische Schmuckkunst spiegelt oftmals innovative Ansätze in diesen Bereichen wider und weist eine kritische Auseinandersetzung mit politischen und sozialen Fragestellungen auf. Die Erweiterung der Schmucksammlung wird zukünftig dank finanzieller Unterstützung durch die 2020 gegründete MAKK-Förderstiftung sowie der Overstolzengesellschaft als Förderverein des Museums, gegründet 1888, möglich sein. Zudem hoffen wir, dass die bemerkenswerte Stifter*innentradition und das großzügige Engagement der Bürger*innen auch in Zukunft Bestand hat (Bild: Anhänger in Form einer Lyra, Frankreich, um 1790; Foto: © Privatsammlung, Köln)
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Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono - Schmuck von Künstlerinnen

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Mit „Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono. Schmuck von Künstlerinnen“ zeigt das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) erstmals in Deutschland eine Sonderausstellung speziell zu Schmuckentwürfen von Bildenden Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts. Präsentiert werden rund 90 Schmuckarbeiten von 45 international bedeutenden Künstlerinnen. Die Werke geben einen Einblick in die Kunstströmungen von den 1920er Jahren bis heute – von Meret Oppenheim und Aube Elléouet, den Ikonen der surrealistischen Bewegung, bis hin zur gefeierten Konzeptkunst von Alicja Kwade. Sie spiegeln künstlerische Zeitströmungen und eröffnen gleichzeitig überraschende Perspektiven auf das Œuvre der einzelnen Künstlerinnen. Jede der ausgestellten Arbeiten verdichtet eine künstlerische Vision zu einem tragbaren Statement. Formal bestechen manche Stücke durch ihre reduzierte Ästhetik, andere durch expressive, skulpturale Präsenz oder spielerischen Humor. Die exklusiv für das MAKK konzipierte Ausstellung richtet den Fokus bewusst auf weibliche Positionen und bricht mit der männlich dominierten Wahrnehmung des avantgardistischen Künstler*innenschmucks des 20. und 21. Jahrhunderts. In der Ausstellung vertreten sind: Lynda Benglis, Pierrette Bloch, Barbara Bloom, Katinka Bock, Louise Bourgeois, Helen Britton, Claudia Comte, Sheila Concari, Barbara Chase-Riboud, Sonia Delaunay-Terk, Nathalia Edenmont, Aube Elléouët, Claire Falkenstein, Ruth Francken, Marcia Grostein, Jenny Holzer, Rebecca Horn, Annabelle d’Huart, Leiko Ikemura, Margit Jäschke, Jacqueline de Jong, Alicja Kwade, Claude Lalanne, Liliane Lijn, Rita McBride, Blanca Muños, Brigitte Nahon, E. R. Nele, Louise Nevelson, Michele Oka Doner, Yoko Ono, Meret Oppenheim, Françoise Pétrovitch, Armelle de Sainte Marie, Niki de Saint Phalle, Elodie Seguin, Maïlys Seydoux-Dumas, Kiki Smith, Sophie Taeuber-Arp, Dorothea Tanning, Rosemarie Trockel, Paloma Varga Weisz, Sophia Vari, Joana Vasconcelos und Zhou Yiyan. Mit der Ausstellung „Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono“ knüpft das MAKK an den großen Besucher*innen- und internationalen Presseerfolg der Sammlungspräsentation „Faszination Schmuck. 7000 Jahre Schmuckkunst im MAKK“ an. Sie versteht sich als Satellit und inhaltliche Vertiefung dieser Sammlungspräsentation, die erstmals seit Bestehen des Museums rund 370 Objekte aus der herausragenden Schmucksammlung des MAKK von der Antike bis heute präsentiert. Zur Ausstellung erscheint im November 2025 die gleichnamige Publikation „Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono. Schmuck von Künstlerinnen“ (deutsch/englisch) im Verlag arnoldsche Art Publishers, herausgegeben von Petra Hesse und Lena Hoppe mit einem Beitrag von Louisa Guinness. (Bild: Louise Bourgeois, Brosche, 1996 / 2005, © VG Bild-Kunst Bonn 2025; Foto: © Private Sammlung)
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Kölner Design Preis 2025

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Der Kölner Design Preis gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen für junge Absolvent*innen der Designstudiengänge Kölner Hochschulen. Prämiert werden die innovativsten und herausragenden Abschlussarbeiten – das Design der Zukunft. Der Award ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Designnachwuchses und zur weiteren Profilbildung Kölns als Designstandort. Der Kölner Design Preis wurde bereits 2008 von Prof. Dr. Richard G. Winkler und Prof. Dr. Michael Erlhoff, Dekan des Fachbereichs Design der FH Köln (heute Köln International School of Design – KISD). Der Preis ist mittlerweile der höchst dotierte in Europa, Dank der großzügigen Preisgelder der Winkler Stiftung.
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AMAZÔNIA

Rautenstrauch-Joest-Museum

Das Rautenstrauch-Joest-Museum zeigt die Deutschlandpremiere der Ausstellung Amazonia von Sebastião Salgado, einem der weltweit renommiertesten Fotografen. Konzipiert und kuratiert wurde die Ausstellung von Lélia Wanick Salgado. Die Architektin und Urbanistin war über Jahrzehnte seine künstlerische Partnerin und Ehefrau. AMAZÔNIA richtet den Blick auf den Regenwald und die indigenen Gesellschaften, die ihn prägen und bewahren. Salgados Aufnahmen verbinden monumentale Landschaften mit eindringlichen Porträts und machen sowohl die Schönheit als auch die Verletzlichkeit des Amazonasgebiets sichtbar. Interviews mit indigenen Anführer*innen, Schaman*innen und Aktivist*innen geben Einblicke in ihre Sichtweisen auf dieses bedrohte Ökosystem. Die fast zeitgleiche Eröffnung der Ausstellung mit der UN-Klimakonferenz COP30 in Belém unterstreicht ihre Aktualität und Brisanz. Lélia Wanick-Salgado - Sebastião Salgado Die Architektin und Kuratorin und einen der bedeutendsten Fotografen unserer Zeit, verbindet eine jahrzehntelange Zusammenarbeit. Gemeinsam konzipierten sie die Ausstellung AMAZÔNIA und gründeten 1998 das Instituto Terra – ein Modellprojekt für Wiederaufforstung und den Schutz bedrohter Ökosysteme.
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Ausstellung 2025

International Telekom Beethoven Competition

In der 11. Ausgabe der Telekom Beethoven Competition sind Komponistinnen erstmals Bestandteil des Wettbewerbsrepertoires – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sichtbarkeit und Vielfalt auf den Konzertbühnen von morgen. So interpretieren die Teilnehmer*innen in der zweiten Wettbewerbsrunde neben Beethoven auch Kompositionen von Johannes Brahms, Franz Liszt und Franz Schubert, aber auch Fanny Hensel und Clara Schumann. Um dieses Repertoire gezielt zu würdigen, wird erstmals der Preis für die beste Interpretation eines Werkes einer Komponistin verliehen – dotiert mit 1.000 Euro. Auch der dem Wettbewerb seit langer Zeit gestiftete Schumann-Preis bezieht in diesem Jahr neben Robert auch Werke von Clara Schumann ausdrücklich mit ein. Begleitend dazu zeigt eine Kooperation mit dem Forschungszentrum Musik und Gender der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover eine Ausstellung in der Telekom Zentrale. Historische Briefe, Erstausgaben und originales Notenmaterial bieten Einblicke in das Leben und Schaffen ausgewählter Komponistinnen. Die Ausstellung ist tagsüber kostenfrei zugänglich und lädt Besucher*innen dazu ein, nicht nur zuzuhören, sondern auch neu hinzusehen und einiges über Beethovens Zeitgenossinnen zu lernen. In Kooperation mit dem Forschungszentrum Musik und Gender der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
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Missionssammlungen ausgepackt

Rautenstrauch-Joest-Museum

Die Ausstellung „Missionssammlungen ausgepackt“ widmet sich einer lange unbeachteten Sammlungspraxis: dem Sammeln von Objekten durch katholische und evangelische Missionsgemeinschaften – vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Im Zentrum stehen Objekte, die aus weiten Teilen der Welt nach Nordrhein-Westfalen gelangten. Heute befinden sie sich in Einrichtungen der missionierenden Gemeinschaften, teilweise auch in Museen in öffentlicher Trägerschaft oder Universitätssammlungen. Was erzählen diese Objekte über die kolonialen Machtverhältnisse, in denen sie gesammelt wurden? Welche Rolle spielten Missionar*innen in der Erfassung, Klassifizierung und Weitergabe materieller Kultur? Und was bedeutet das für den Umgang mit diesen Sammlungen? Anhand von Exponaten aus verschiedenen evangelischen und katholischen Sammlungen aus NRW wird die Vielfalt dieser Bestände sichtbar. Ziel der Ausstellung ist es, mehr Öffentlichkeit und Transparenz für das Thema zu schaffen – und auch auf Leerstellen in der bisherigen Aufarbeitung aufmerksam zu machen. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum. Sie möchte zur kritischen Auseinandersetzung mit Missionssammlungen beitragen – und zu mehr Sichtbarkeit für ein schwieriges Kapitel unserer Sammlungsgeschichte. In Zusammenarbeit mit dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum Neben den Veranstaltungen im RJM bietet CERES auch zwei Programmpunkte an: Do. 20.11.25 14-16 Uhr: Encountering cultures: What the objects in the Missiemuseum Steyl tell us about entangled histories and contact between missionaries and local societies Di. 2.12.25 17-18.30 Uhr: Vortrag im und Führung durch das Landesmuseum Hannover mit Martin Radermacher und Kolleg*innen des Landesmuseums Mehr Informationen bei CERES
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Kunst + Design im Dialog

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

In unserer Designausstellung treffen Sie auf Designklassiker und (Kunst-)Ikonen des 20. Jahrhunderts. Rundgang 2 - Design Die Designabteilung mit Sammlung Winkler Im Zuge der Industrialisierung und den damit verbundenen, rasch fortschreitenden technischen Möglichkeiten änderten sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die Bedingungen der Produktion von Gütern. Das klassische Kunsthandwerk bekam Konkurrenz durch eine neue Disziplin, die im Laufe des 20. Jahrhunderts „Design“ genannt wurde. Das Industrieprodukt, das anfänglich rein auf seinen Nutzen ausgerichtet war – Sicherheitsnadel oder Büroklammer sind gute Beispiele dafür –, wurde zunehmend auf seine ästhetischen Qualitäten hin befragt und ausgerichtet. Der französisch-amerikanische Formgestalter Raymond Loewy (1893-1986) brachte es schließlich auf den Punkt: „Hässlichkeit verkauft sich schlecht“. Wie aber entstehen gute und ansprechende Industrieprodukte? Und ist Design völlig losgelöst von Kunst und Kunsthandwerk zu betrachten? Das MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln wurde 1888 als Kunstgewerbemuseum gegründet. Sein Fokus lag auf kunsthandwerklich hochstehenden Erzeugnissen der vergangenen Epochen. Jedoch bereits ab den 1920er Jahren trat neben das Sammeln kunstgewerblicher Gegenstände auch das Interesse an industriell hergestelltem Gerät. Spätestens seit den 1970er Jahren wurden gezielt mustergültige Industrieprodukte sowie formal und technisch innovative Objekte gesammelt. 2005 erhielt diese qualitätvolle Design-Sammlung eine entscheidende Veränderung, die sie zu einer einzigartigen Kollektion in Europa werden ließ: Prof. Dr. Richard G. Winkler stiftete dem MAKK über 700 Objekte europäischer und nordamerikanischer Provenienz. Die großartige Sammlung besteht aus Designprodukten, aber auch aus Werken der Bildenden Kunst des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. So konnte die Design-Abteilung 2008 in „Kunst + Design im Dialog“ umbenannt werden. Sie repräsentiert nahezu alle namhaften Designerinnen und Designer, Hersteller und Manufakturen und bringt diese in Beziehung zu Gemälden und Plastiken bedeutender internationaler Künstlerinnen und Künstler. In der Abteilung „Kunst + Design im Dialog“ wird Design nicht als isoliertes Phänomen dargestellt, sondern im Kontext von kunstwissenschaftlichen Epochen und Stilen sowie im internationalen Vergleich anschaulich und begreifbar gemacht.
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Faszination Schmuck

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) eröffnet mit „Faszination Schmuck“ die erste umfassende Ausstellung seiner herausragenden Schmucksammlung. Mit 370 ausgewählten Exponaten werden sieben Jahrtausende Schmuckkunst in allen ihren Facetten präsentiert. Das Spektrum reicht von altorientalischen Gemmen des 5. Jahrtausends v. Chr. bis zu zeitgenössischen Schmuckarbeiten. Das Konzept der Kuratorinnen Petra Hesse und Lena Hoppe sieht eine Kombination von chronologischen sowie epochen- und kulturübergreifenden Inhalten wie unter anderem Symbolik, Erinnerung, Luxus, Konventionen, Gender oder Identität vor. Die Themenstellungen ermöglichen vielfältige und individuelle Zugänge in den Bereich der Schmuckkunst. Sie führen beispielhaft in den Facettenreichtum der Schmuckgestaltung ein und geben Einblicke in die gesellschaftlichen, sozialen, emotionalen und symbolischen Aspekte des Schmucks. Mit rund 1.700 Werken umfasst die Schmucksammlung des MAKK eine Zeitspanne von 7.000 Jahren – das macht ihre Einzigartigkeit und große Vielfältigkeit aus. Besondere Sammlungsschwerpunkte liegen auf Arbeiten der Antike, des Mittelalters und der Renaissance sowie des 19. Jahrhunderts. Elisabeth Treskow, – die in Köln tätige und vielleicht renommierteste Goldschmiedin des 20. Jahrhunderts – stiftete dem MAKK ihre Sammlung antiker Gemmen sowie ihre Studiensammlung mit antikem Schmuck. Auch ihr eigenes Werk, das die antike Technik der Granulation wieder in die Schmuckkunst einführte, ist in der Sammlung vertreten. Das 19. Jahrhundert – als eine der reichsten Epochen der europäischen Edelschmiedekunst – wartet mit Werken u.a. von Lucien Falize, Jules Wièse, Eugène Fontenay, Carlo Giuliano oder den Gebrüdern Castellani auf. Aber auch zahlreiche andere Goldschmied*innen und Schmuckkünstler*innen des 20. und 21. Jahrhunderts sind in der Sammlung präsent, darunter René Lalique, Karl Gustav Hansen, Raymond Templier, Hildegard Risch, Ebbe Weiss-Weingart, Friedrich Becker, Emmy van Leersum, Peter Skubic, Falko Marx, Wendy Ramshaw, Peter Chang, Dieter Roth, E.R. Nele, Johanna Dahm, David Bielander, Annamaria Zanella, Svenja John, Karen Pontoppidan und Sam Tho Duong.
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Dare to Design. German Design Graduates

MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln

Die Jahresausstellung Dare to Design – Spaces of Care der Stiftung Rat für Formgebung – German Design Council zeigt die innovativsten Arbeiten von Absolvent*innen deutscher Hochschulen. In ihrer Vielfalt eint die Projekte ein kollektives Bewusstsein und der Wille zur Veränderung gegenüber drängenden Fragestellungen und anhaltenden Krisen. Gestaltung wird als kollektives Praktizieren und als Akt der Fürsorge verstanden. Im Rahmen der Initiative German Design Graduates wählen Kurator*innen aus mehreren hunderten Einreichungen Projekte und Konzepte aus, welche die Bandbreite der Innovationskraft von Designtalenten widerspiegeln. Gezeigt werden 45 Arbeiten aus den Bereichen Produkt- und Industriedesign, Kommunikations- und Digitaldesign sowie Textil- und Modedesign. Flock ˖ Mareen Baumeister ˖ Weißensee Kunsthochschule Berlin | Nessie ˖ Ony Yan ˖ Weißensee Kunsthochschule Berlin | Perfect World ˖ Helen Eisen ˖ Weißensee Kunsthochschule Berlin | Carbogem ˖ Clara Schmelter de Escobar ˖ Universität der Künste Berlin | Queering Bathrooms ˖ Gregor Jahner ˖ Universität der Künste Berlin | Wenn ich muss, dann muss ich halt ˖ Lilly Rosa Krämer ˖ Universität der Künste Berlin | Konzeption neuartiger Greifsysteme ˖ Marie Hagenbruch ˖ Technische Universität Dresden | Hyperuniformity ˖ Sebastian Stege ˖ Technische Universität Dresden | Block to blob ˖ Lukas Klein ˖ Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe | How to Stay Cool? ˖ Zixuan Zhou ˖ Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart | Personal Fit Socket ˖ Jonathan Haller ˖ Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg | Holobiont ˖ Milan Stein ˖ Kunsthochschule Kassel | Heute gab es Fruchtjoghurt ˖ Martha Remus ˖ Hochschule Trier | A Gift or a Theft ˖ Poras Dhakan ˖ Hochschule Trier | Inclusive Perspectives ˖ Eva Grünebaum ˖ Hochschule Pforzheim | MindCo: Stroke Recovery Together ˖ Jing Ye ˖ Hochschule Magdeburg-Stendal | Nothing to see here ˖ Florian Temmler ˖ Hochschule Hannover | Teron° – Cooling Workwear ˖ Jorin Frenzel ˖ Hochschule Hannover | HEK_01 ˖ Florian Zeibig ˖ Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden | Hi:Stories – next door ˖ Marc Schade, Adrian Jans, Sarah Müller ˖ Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd | Denkt. Einfach mal ˖ Marlene Metschies, Hannah Männl ˖ Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd | Learning by Using ˖ Moritz Bendl ˖ Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd ˖ Conversations with Strangers ˖ Tim Reimann, Linn Zahn, Amelie Ruess ˖ Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd | Trink_Wasser ˖ Helena Tiare Herre ˖ Hochschule für Gestaltung Offenbach | Pop Up FIXation ˖ Jonathan Kuhlmann ˖ Hochschule für Gestaltung Offenbach | BBQ Street ˖ Maren Hinze, Nick Craven, Kastania Waldmüller, Svenja Bredehöft, Ka Young Kim, Line Winkler ˖ Hochschule für bildende Künste Hamburg | Auf der Suche nach Glück ˖ Mirja Werner ˖ Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen | Vestigo ˖ Sandra Holzinger ˖ Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen | Aberration archetypischer Schmucktypologien ˖ Christopher Nguyen ˖ Hochschule Düsseldorf | Rausgeschrieben Umgeschrieben Zugeschrieben ˖ Maria Tafler ˖ Hochschule Düsseldorf | TubeSlicer ˖ Christian Johannes Schmidt ˖ Hochschule der Bildenden Künste Saar | Pod ˖ Duowen Ji ˖ Hochschule Darmstadt | NotBook & NotApp ˖ Emilia Funke ˖ Hochschule Darmstadt | Ideologien visualisieren ˖ Aaron Siermann ˖ Hochschule Anhalt | Diskurs & Form ˖ Dominik Bärenz ˖ Folkwang Universität der Künste Essen | Still time to play ˖ Sarah Kinzer ˖ Folkwang Universität der Künste Essen | Fragments ˖ Lena Ringel ˖ Fachhochschule Potsdam | Farbe im Designstudium ˖ Maria Kleinschmidt ˖ Fachhochschule Potsdam | Artgerächt ˖ Carolina Bonfert ˖ Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg | Luk Kreung ˖ Samira Lohmann ˖ Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg | Take a Seat ˖ Marvin Kasper ˖ Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | Sich verändernde Farben ˖ Miriam Johnston ˖ Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | You may also like ˖ Paula Holzhauser ˖ Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | I've found something to pour into the cracks of my brittle heart ˖ Wiebke Lendewig ˖ Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | Broken=Good ˖ Michel Schneider, Luca Schreiber ˖ Bauhaus-Universität Weimar (Foto: © German Design Council, Henning Rogge)
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Jimmi Wing Ka Ho "Invisible City"

Rautenstrauch-Joest-Museum

Wie sichtbar ist die koloniale Vergangenheit einer Stadt? Dieser Frage widmet sich der Künstler Jimmi Wing Ka Ho in der Ausstellung Invisible City, einer fotografischen und filmischen Spurensuche in chinesischen Metropole Qingdao. Qingdao stand von 1898 bis 1914 unter deutscher Kolonialherrschaft – ein Kapitel, dessen Spuren bis heute im Stadtbild und in der Erinnerungskultur nachwirken. Ausgehend von rund 200 historischen Fotografien aus dem Archiv des Rautenstrauch-Joest-Museums, die einst koloniale Stadtplanung idealisieren sollten, macht sich der Künstler auf die Suche nach dem Unsichtbaren: nach verdrängten Geschichten, überlagerten Erinnerungen und den Mythen, die sich um das koloniale Erbe ranken. In Qingdao entstanden neue Foto- und Videoarbeiten, die diese historischen Bilder in einen aktuellen, persönlichen und zugleich kritischen Kontext setzen. Die Ausstellung ist in drei Kapitel gegliedert. Sie beginnt mit einem Blick auf eine scheinbar unbekannte Stadt, deren Identität sich erst nach und nach als das heutige Qingdao offenbart – eine Stadt, die zwischen 1898 und 1914 unter deutscher Kolonialherrschaft stand. Im zweiten Teil rückt die koloniale Infrastruktur in den Fokus. Besonders das Abwassersystem spielt eine Rolle – ein Ort, um den sich bis heute Mythen ranken. Der dritte Teil führt die Besucher*innen durch das heutige Qingdao. In Fotografien begegnen sie der Stadt als vielstimmigem Ort, in dem koloniale Vergangenheit, touristische Inszenierung und persönliches Erinnern miteinander verwoben sind. Mit Invisible City schafft der Künstler eine Gegenerzählung zur kolonialen Geschichtsschreibung – und versteht Archive nicht als Orte objektiver Wahrheit, sondern als Räume, in denen Geschichte ständig neu ausgehandelt wird. Fotografie wird hier zum Werkzeug der Sichtbarmachung und zur Einladung, den Blick auf Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen zu hinterfragen. Auch Köln ist Teil dieser Geschichte: Straßennamen wie Lansstraße, Iltisstraße oder Takustraße erinnern bis heute – meist unbeachtet – an Akteure kolonialer Gewalt. Invisible City lädt ein, die Stadt als lebendiges Archiv zu begreifen und aktiv an einer kritischen Erinnerungskultur mitzuwirken. Die Ausstellung ist Teil des Programms Artist Meets Archive der Internationalen Photoszene Köln. Bereits zum vierten Mal treffen internationale Künstler*innen auf fotografische Bestände von Kölner Institutionen. Ziel des Programms ist es, Archive zu öffnen, sie zu hinterfragen und neu zu kontextualisieren. Artist Meets Archive 2024/2025 ist ein Kooperationsprojekt der Internationalen Photoszene Köln mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum, dem Kölnischen Stadtmuseum, dem Museum Ludwig, der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur und dem Dombauarchiv. Der Künstler Jimmi Wing Ka Ho (*1993 in Hongkong) ist ein Bildender Künstler und Dokumentarfotograf. Er machte seinen Abschluss am Royal College of Art, London. Seine Arbeiten wurden unter anderem bereits in The Photographers' Gallery (London), der Horikawa Oike Gallery (Kyoto) sowie auf dem Hong Kong Photobook Festival ausgestellt. 2021/22 erhielt er das Postgraduierten-Stipendium der Royal Photographic Society und war für den C/O Berlin Talent Award nominiert. Seine Serie „So Close and Yet So Far Away“ aus den Jahren 2019 bis 2023 nimmt die Betrachter*innen mit auf eine Reise durch Hongkongs Kolonial- und Migrationsgeschichte und durch verschiedene Archive.

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